Messi war wie erwartet schon vor seinem letzten Auftritt mit der Nationalmannschaft frenetisch gefeiert worden. Fangesänge, grenzenloser Jubel und ein Feuerwerk bildeten die Ouvertüre für einen historischen Fussball-Abend im ausverkauften Monumental-Stadion von Buenos Aires, für «Messis letzten Tango», bei dem der klare Erfolg gegen Benin den Rahmen bot.
Messi steuerte bei seiner Abschiedsgala einen Treffer per Elfmeter (71.) sowie zwei Vorlagen für die Tore von Nicolas Otamendi (48.) und Nico Paz (61.) bei.
Es war ein besonderer Moment der Fussball-Historie. Keiner prägte den Weltfussball in den letzten zwei Jahrzehnten so konstant und nachhaltig wie Messi. Mit seinem letzten Länderspiel tritt er, der auf Vereinsebene noch bei Inter Miami spielt, nun von der grossen Fussballbühne ab.
«Gracias» in goldenen Lettern
Ohrenbetäubend war der Jubel, als die Stadionsprecherin in dem 85'000 Zuschauer fassenden Rund vor dem Spiel «ein letztes Mal» den Namen des Superstars aufrief. Ein riesengrosses himmelblau-weisses Trikot wurde über den Rasen gespannt, auf dem Messis Nummer 10 sowie ein «Gracias» ("Danke») in grossen goldenen Lettern aufgedruckt war.
Bereits vor dem Spiel hatte Messi in einem auf Instagram verbreiteten Video mitgeteilt: «Der Moment ist gekommen. (...) Dieses Trikot war mein Traum, mein Stolz und mein Leben. Danke, dass ihr mich so sehr geliebt habt. Ich werde euch vermissen.»
Die Partie gegen Benin war der Schlusspunkt einer über 21-jährigen Länderspiel-Karriere, die am 17. August 2005 gegen Ungarn sehr holprig begonnen hatte. Bei seinem Debüt handelte sich der eingewechselte Messi in weniger als einer Minute eine Rote Karte ein, die ihm der deutsche Schiedsrichter Markus Merk wegen einer Tätlichkeit zeigte.
Rekordspieler und Rekordtorschütze
Messi brauchte tatsächlich einen langen Anlauf, um in der Nationalmannschaft die ganz grossen Erfolge zu feiern und sich in die Herzen seiner Landsleute zu spielen. Der Gewinn der Copa America vor fünf Jahren war der erste wichtige Titel, den Messi mit der «Albiceleste» feiern konnte.
Absoluter Höhepunkt war der WM-Triumph vor vier Jahren in Katar. Ein neuerlicher Erfolg bei der Copa America (2024) sowie zwei weitere WM-Finals (2014 und 2026) runden Messis beeindruckende Laufbahn in der Nationalmannschaft ab, deren Rekordspieler (208 Spiele) und Rekordtorschütze (126 Tore) er ist. (sda/dpa)



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