Fussball-WM

«Braucht Zeit zum Heilen»: Messi lässt Zukunft offen – und Argentinien droht Ungemach von der Fifa

Lionel Messi verpasst mit Argentinien die erneute WM-Krönung. Wie geht es für den 39 Jahre alten Superstar weiter? In den sozialen Medien äussert er sich am Tag nach dem Final. Der Fussball-Weltverband leitet derweil ein Verfahren gegen Argentinien ein.

Superstar Lionel Messi hat sich erstmals nach dem verlorenen WM-Final zu Wort gemeldet und seine Zukunft im Trikot von Argentiniens Nationalteam offen gelassen. «Der Schmerz ist unermesslich, und diese Wunde braucht Zeit zum Heilen», schrieb der 39-Jährige am Tag nach dem 0:1 gegen den neuen Weltmeister Spanien, bei dem Messi selbst blass blieb, bei Instagram.

Lionel Messi nach dem verlorenen Final gegen Spanien.
Bild: Ashley Landis/AP

Das Stadion in East Rutherford nahe New York hatte Messi am Sonntag kommentarlos verlassen. Das XXL-Turnier in Amerika war bereits seine sechste WM im Trikot der Albiceleste. Vieles sah nach Abschied aus, als Messi vor den eigenen Fans weinte.

«Es ist schwer, unseren Erfolg jetzt schon vollends zu würdigen, aber diese Mannschaft hat zwei WM-Finals in Serie erreicht», schrieb Messi. Konkret ging er nicht auf seine eigene Zukunft ein. Bis zur nächsten WM, die 2030 unter anderem auch eine Partie in Buenos Aires vorsieht, sind es vier Jahre. Messi stünde bei Beginn des Turniers kurz vor seinem 43. Geburtstag.

Gratulation an den Weltmeister

Der Captain des entthronten Weltmeisters postete zu den Worten ein Foto in nachdenklicher Pose mit der Medaille um den Hals. «Vielen Dank von ganzem Herzen für jede Nachricht und jeden Gruss. Wieder einmal ist es uns gelungen, als Land zusammenzustehen und den immensen Stolz, Argentinier zu sein, zu teilen», erklärte Messi.

Am teils rüden Verhalten einiger seiner Mitspieler, insbesondere dem von Leandro Paredes, war nach dem Finale Kritik aufgekommen. Messi gratulierte auch seiner alten Wahlheimat Spanien zum zweiten WM-Titel nach 2010. Der Europameister hatte sich beim 1:0 dank eines Treffers von Ferran Torres in der Verlängerung für den dominanten Auftritt belohnt.

Messis Ehefrau: «Ich liebe dich so sehr»

Wenig später meldete sich auch Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo mit einer emotionalen Botschaft zu Wort. «Du wirst immer der Beste sein», schrieb sie bei Instagram. «Nicht nur wegen deines Talentes, sondern auch, weil du nie aufgehört hast, du selbst zu sein. Egal, was passiert, du gibst nie auf, du kämpfst immer bis zum Ende und gibst dein Bestes bis zur letzten Sekunde», fügte sie hinzu.

Sie lobte ihren Ehemann als das «beste Beispiel für unsere Kinder und eine Inspiration für Millionen von Menschen. Ich bewundere dich mehr, als Worte ausdrücken können, und ich bin unendlich stolz darauf, dieses Leben an deiner Seite zu gehen», schrieb Roccuzzo und schloss ihren Post mit den Worten: «Ich liebe dich so sehr.»

FIFA leitet Verfahren gegen Argentinien ein

Wegen der Vorfälle nach dem Ende des WM-Finals zwischen Spanien und Argentinien hat der Weltverband FIFA derweil eine Untersuchung eingeleitet. Das Disziplinarkomitee habe entsprechende Schritte ergriffen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, aus der internationale Medien zitierten, darunter die Nachrichtenagentur AP und der britische Sender Sky.

Der Argentinier Leandro Paredes hatte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien nach dem Abschluss der Verlängerung zu einer Tätlichkeit hinreissen lassen. Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er Eric Garcia geschubst. Paredes sah daraufhin noch die Rote Karte. Schon während der Partie hatte der Argentinier am Rande eines Platzverweises gestanden.

Paredes wurde in der Mitteilung nicht namentlich genannt. Ausser gegen ihn könnten sich die Ermittlungen auch gegen Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala wegen möglichen Fehlverhaltens richten, wie Medien berichteten. (sda/dpa)

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