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Schwingen

König Arnold Forrer tritt zurück

Mit Arnold "Nöldi" Forrer beendet ein Grosser des Schwingsports zwei Wochen vor dem Eidgenössischen in Pratteln seine Karriere. Der 43-jährige Toggenburger tritt per sofort zurück.
Am 10. Juli am Appenzeller Kantonalen holte der Toggenburger Nöldi Forrer seinen 150. Kranz
Bild: KEYSTONE/EDDY RISCH

Wegen Knie- und Motivationsproblemen zog Nöldi Forrer den Schlussstrich unter seine beeindruckende Laufbahn. Am Sonntag bei seinem Heim-Bergkranzfest auf der Schwägalp wird er offiziell verabschiedet.

Das Highlight seiner Karriere erlebte Forrer 2001, als er sich in Nyon mit 22 Jahren und einem gestellten Schlussgang mit Verbandskollege Jörg Abderhalden zum Schwingerkönig krönte. Insgesamt holte Forrer sechs Eidgenössische Kränze, gewann 46 Kranzfeste und ist mit 151 Kränzen der erfolgreichste Schwinger in der Geschichte des Eidgenössischen Schwingverbandes.

Forrer liebäugelte bis zuletzt mit einer weiteren Teilnahme auf der Schwägalp und am Eidgenössischen (27./28. August). Ein Zwicken im Knie am Freitag im Training liess diese Träume platzen. Seinen letzten Wettkampf bestritt Forrer vor einer Woche am Schaffhauser Kantonalfest, wo er standesgemäss nochmals den Kranz holte. Seit 2019 schwang Nöldi Forrer mit einem künstlichen Hüftgelenk.

An den Eidgenössischen Festen hatte der Oldie zuletzt keinen Erfolg mehr. 2016 in Payerne verlor er im 8. Gang gegen den Berner Aussenseiter Philipp Roth, sodass er den Kranz verpasste. 2019 in Zug schied er nach dem ersten Tag ohne Sieg in vier Gängen aus. (sda)

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