Formel 1

Verstappen mit einem Premierensieg beim Jubiläum

Der Grand Prix Singapur unter Flutlicht ist unspektakulär. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli kann schon in den USA Weltmeister werden.

Das Feuerwerk über dem Marina Bay Street Circuit genoss Jubilar Max Verstappen wie zu früheren Dominanzzeiten. In Kämpfernatur Kimi Antonelli stellte sich in Singapur aber längst der kommende Weltmeister der Formel 1 ins Rampenlicht. Trotz Flüssigkeit im Chassis und Bremsproblemen raste der Mercedes-Pilot beim eher unspektakulären Nachtrennen noch auf Position drei. Der Italiener könnte damit im Idealfall schon in zwei Wochen in den USA jüngster Weltmeister werden.

«Kann ich, echt? Darüber denke ich gar nicht nach. Ich will einfach das bestmögliche Wochenende hinlegen und einen guten Job machen», meinte Antonelli nach der schweisstreibenden Fahrt verdutzt. Wenn alles für ihn läuft, kann er sogar bereits in Austin erstmals Weltmeister werden und in der Altersrangliste Sebastian Vettel ablösen. Sechs Grand Prix vor dem Saisonende führt er mit 102 Zählern vor Mercedes-Teamkollege George Russell, der von ganz hinten gestartet noch Neunter wurde.

Im Lichtermeer krönte Verstappen dagegen mit einer meisterlichen Leistung sein Jubiläumsrennen. Der Red-Bull-Star hielt Verfolger Charles Leclerc im Ferrari souverän in Schach und raste im 250. Grand Prix seiner Karriere zum 73. Sieg – dem ersten in Singapur. «Die letzten Rennen waren für uns wirklich positiv. Wir sind im Team hoch motiviert, noch mehr Erfolge einzufahren. Hoffentlich können wir bis zum Jahresende noch ein wenig mehr Spass haben», sagte der viermalige Weltmeister aus den Niederlanden.

Antonellis Teamkollege Russell hatte im Sprint, in dem nach Crashs nur 13 von 22 Autos ins Ziel kamen, ein Debakel erlebt. Schon in der zweiten Runde auf nassem Asphalt krachte der Engländer, der beim Rennen in Malaysia vor einer Woche auf Rang drei kurz vor dem Ende von einem Motorschaden ausgebremst wurde, selbst verschuldet in die Streckenmauer. Das Aus. Wegen eines regelwidrigen Wechsels der Power Unit musste Russell auch noch vom Ende des Feldes starten. Am Ende summierten sich seine Strafen auf kaum vorstellbare 60 Plätze. (dpa)

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