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48. Luzerner Stadtlauf

Bronze im Gepäck, Gold im Visier: Jolina Fahrni auf dem Sprung nach oben

Jolina Fahrni stand in diesem Jahr bereits zweimal auf dem Podest. Bei ihrer dritten Teilnahme am Rennen der Nachwuchselite strebt die 17-Jährige aus Nottwil ebenfalls eine Medaille an.
Das Nachwuchselite-Rennen dientJolina Fahrni als Standortbestimmungvor Beginn der Bahnsaison.
Bild: alphafoto.com

Obwohl die Bahnsaison noch nicht gestartet ist, glänzte Jolina Fahrni in diesem Jahr bereits mehrfach im nationalen Nachwuchs: Bei den Schweizer Meisterschaften über 10 Kilometer und den Cross- Meisterschaften über 5,1 Kilometer lief sie jeweils auf Rang drei. Die Vorzeichen für das Rennen der Nachwuchselite am Luzerner Stadtlauf stehen gut. Nach 2023 und 2024 wird sie zum dritten Mal antreten und versuchen, ihre bisherigen Zeiten über 2,47 Kilometer zu knacken. Die 17-Jährige kommt zunehmend auch auf den Geschmack von längeren Strecken und ergänzt ihr Vereinstraining mit regelmässigen Dauerläufen. Am SwissCity Marathon Halbmarathon im vergangenen Herbst überquerte sie die Ziellinie als schnellste der U20- Frauen und als Fünfte aller Frauen überhaupt – obwohl sie sich ohne grosse Erwartungen angemeldet und sich kaum spezifisch vorbereitet hatte. Langfristig kann sie sich vorstellen, stärker auf Halbmarathon- oder sogar Marathondistanzen zu setzen. Zunächst aber gilt ihr Fokus weiterhin den Mittelstrecken.

Zwischen Kantonsschule und zwei Vereinen

Das Nachwuchstalent, das im Sommer die Matura abschliesst, ist vor anderthalb Jahren vom LR Nottwil zum LC Emmenstrand gewechselt. Dort trainiert sie zweimal pro Woche, weitere zwei Einheiten absolviert sie auswärts mit dem LV Langenthal. «Da profitiere ich von einem noch leistungsstärkeren Umfeld, das pusht mich zusätzlich», so die Nottwilerin. Die unterschiedlichen Trainingsreize der beiden Vereine weiss sie zu schätzen: «Viele denken, Laufsport sei sehr einseitig. Dabei machen die langen, lockeren Läufe, die harten Intervalltrainings und das Krafttraining den Trainingsalltag sehr abwechslungsreich. » Durch ihren Bruder kam Jolina Fahrni früh in Kontakt mit dem Laufsport und wandte sich bald selbst der Leichtathletik zu. Die Sportart Handball, die sie eine Weile lang parallel ausübte, gab sie später auf. Insbesondere ihre Teilnahmen an den Mille-Gruyère- Wettkämpfen, bei denen sich die schnellsten 7- bis 15-jährigen Läuferinnen und Läufer der Region messen, zeigten ihr, dass ihr das Laufen besonders viel Spass bereitete. Ein weiterer richtungsweisender Moment folgte 2024, als sie über 1500 Meter die Limite für die U18-Europameisterschaften unterbot – auch wenn sie aufgrund der begrenzten Startplätze nicht teilnehmen konnte.

Wettkampfvorbereitung wie bei den Profis

Auch in diesem Jahr stünden mit der U20-Weltmeisterschaft spannende Grossanlässe an. Die entsprechenden Limiten hat Jolina Fahrni im Hinterkopf. «Mein Ziel ist es auf jeden Fall, die Schweiz irgendwann auf internationaler Bühne zu repräsentieren», sagt sie. In ihrem ersten Jahr in der U20 lege sie den Fokus aber lieber auf die hiesigen Anlässe. «Ich habe zwar schon ein paar Medaillen von Schweizer Meisterschaften, aber die goldene fehlt mir noch. In einer Disziplin Schweizer Meisterin zu werden, ist auf jeden Fall ein grosses Ziel», hält die Läuferin fest. Das anstehende Rennen der Nachwuchs-Elite der U20 dient Jolina Fahrni als Formtest. Das Teilnehmerfeld ist voller starker Nachwuchsläuferinnen – ideal, um zu sehen, wo sie vor der Bahnsaison steht. «Abgesehen davon sind Stadtläufe aufgrund der einzigartigen Atmosphäre sowieso etwas Besonderes. Es ist unglaublich, wie viele Leute immer da sind und einen anfeuern», erzählt sie. Wettkampfstrecken geht sie jeweils schon am Vorabend im Kopf durch und setzt sich neben Zeit- und Rangzielen auch technische und mentale Ziele. Diese Form der Vorbereitung hat sie in einem Trainingslager im vergangenen Sommer kennengelernt und beibehalten – eines von vielen Puzzleteilen auf ihrem Weg an die nationale Spitze.

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