Bei den Schwingerinnen entscheidet bekanntlich die Jahreswertung, wer Königin wird. Und an der Spitze dieser Rangliste herrschte vor dem letzten Wettkampf der Saison ein eifriges Gerangel. Drei Schwingerinnen lagen punktgleich an der Spitze: Jasmin Gäumann, Mélissa Suchet und Isabel Egli. Hinter dem Spitzentrio lauerte noch Serena Anthamatten, mit nur einem Punkt Rückstand. Die Spannung hätte kaum grösser sein können.
Das Eidgenössische der Frauen in Schachen wurde am Samstag zum richtigen Finale. Entsprechend fokussiert gingen die Favoritinnen den Wettkampf an. Jasmin Gäumann und Isabel Egli trafen in der Spitzenpaarung des 1. Gangs aufeinander, die beiden Königinnen schenkten sich nichts. Das umkämpfte Duell endete ohne Siegerin, sie starteten mit einem Gestellten in den Tag.
Im Gegensatz zu ihren Konkurrentinnen in der Gesamtwertung steigerte sich Gäumann aber und liess vier Siege folgen. Die Luzernerin Isabel Egli und die Waadtländerin Mélissa Suchet sollten am Ende je drei Gestellte auf dem Notenblatt haben. Die Walliserin Anthamatten fiel schon am Vormittag mit zwei Niederlagen aus dem Rennen.
So stand kurz nach 14 Uhr fest, dass die letztjährige Königin ihren Titel verteidigen wird. Jasmin Gäumann war nach fünf Gängen für die Konkurrenz nicht mehr einzuholen. Auf ihre Verfolgerinnen hatte sie schon 1,75 Punkte und mehr Vorsprung.
Im Schlussgang musste sie schliesslich gegen die Schwyzerin Eveline Linggi antreten. Das finale Duell endete gestellt. Linggi gewann das Fest, Gäumann die Krone. Kaum war sie geschultert, wurde sie von ihren Teamkolleginnen ausgiebig mit Bier geduscht.
Vollkommen durchnässt sagte die 26-Jährige aus Wichtrach im Berner Mittelland schliesslich: «Ich habe heute versucht, mir nicht viel Druck zu machen. Ich wusste, am Schluss wird die Beste gewinnen.» Und die Beste war einmal mehr Jasmin Gäumann.



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