
Die Innerschweizer haben sich zum Ziel gesetzt, das eigene Verbandsfest ähnlich erfolgreich zu gestalten wie im vergangenen Jahr. 2025 in Seedorf konnte man die hochkarätigen Gäste Samuel Giger und Werner Schlegel problemlos in Schach halten. Den Schlussgang bestritten schliesslich Joel Wicki und Pirmin Reichmuth, die beiden Innerschweizer Aushängeschilder. Es gab einen Gestellten - und Wicki holte den Titel.
Die Vorzeichen sind 2026 bekanntlich ganz anders. Wicki und Reichmuth haben inzwischen ihre Karrieren beendet. Reichmuth wird am Sonntag beim ISAF in Arth erstmals als Experte bei SRF im Einsatz stehen. Wie er kürzlich dem Magazin TV-Star erzählte, erfüllt sich damit «ein Bubentraum». «Ich sagte immer, ich wolle mal ein Sportreporter wie Stefan Hofmänner werden», gab Reichmuth zu Protokoll.
Die Gäste sind am ISAF nicht ganz so stark einzuschätzen wie im vergangenen Jahr. Aus den übrigen vier Teilverbänden kommen nur zwei Eidgenossen nach Arth: Publikumsliebling Domenic «Dodo» Schneider sowie der Berner Neu-Eidgenosse Lukas Tschumi.
Die wahrscheinlich grösste Innerschweizer Hoffnung ist Lukas Bissig. Der Urner wirkt in dieser Saison reif für seinen ersten Sieg an einem Teilverbandsfest. Seine Leistungen sind durchgehend überzeugend. Bei den Kantonalfesten belegte er jeweils Spitzenplätze. Und am Schwarzsee-Schwinget sorgte er zuletzt mit einem Sieg gegen Matthias Aeschbacher für Aufsehen.
Es verwundert deshalb nicht, dass Bissig den stärksten Gast zugeteilt bekam. Der 23-Jährige wird im 1. Gang auf Domenic Schneider treffen. Bissig scheint zu wissen, wie er den Thurgauer anpacken muss. Zweimal trafen die beiden bislang aufeinander – beide Male ging Bissig als Sieger vom Platz.
Keine leichte Aufgabe wartet auch auf Lukas Tschumi, den Berner Gast. Tschumi wird zum Auftakt mit dem Entlebucher Marc Lustenberger zusammengreifen müssen. Das Duell gab es erst einmal bei einem Rangschwinget – und endete ohne Sieger.

Ambühl im Fokus
Spektakulär dürfte auch der Kampf zwischen Marcel Bieri und Michael Gwerder werden. Der Zuger und der Schwyzer gehören beide zu den Titelanwärtern in Arth. Bieri ist aufgrund der bisherigen Duelle leicht zu favorisieren. Gwerder verpasste zuletzt am Schwarzsee den Kranz ziemlich deutlich.
In den Spitzenpaarungen gibt es zwei weitere Eidgenossen-Duelle: Der Schwyzer Silvan Appert trifft auf den Luzerner Sven Lang, der Obwaldner Jonas Burch auf den Luzerner Joel Ambühl.
Joel Ambühl gilt an diesem Sonntag ein besonderes Augenmerk. Vor einer Woche kehrte er nach einer zehnmonatigen Verletzungspause beim Abendschwinget in Baar zurück – und holte sich den Festsieg. 2021 machte sich Ambühl überraschend zum ISAF-Sieger, es ist bislang sein grösster Erfolg.
Für einen angemessenen Rahmen haben die Organisatoren gesorgt. In der Arena werden 11'000 Zuschauende Platz haben. Anschwingen ist am Sonntag um 7.30 Uhr. Online halten wir Sie wie gewohnt auf dem Laufenden.



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