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Pogacar muss Vuelta-Traum nach heftigem Sturz aufgeben

Tadej Pogacar war auf bestem Weg, erstmals die Vuelta zu gewinnen. Doch in der 8. Etappe der Spanien-Rundfahrt stürzte der slowenische Rad-Dominator schwer und musste mit der Ambulanz abtransportiert werden.

Für Tadej Pogacar ist die Vuelta nach einem heftigen Sturz beendet. Der slowenische Strassenrad-Weltmeister kommt rund 32 Kilometer vor dem Ziel der 8. Etappe in Xeraco zu Fall und muss aufgeben. Es siegt der Franzose Bryan Coquard im Sprint.

Pogacar stürzte nach einem Schlenker kopfüber über den Lenker. Dabei riss er noch zwei andere Fahrer mit. Was die genaue Ursache war, blieb zunächst unklar. Der 27-Jährige sass nach dem Malheur mit blutenden Wunden an der linken Schulter und am Kopf auf dem Asphalt, dann schnappte er sich sein Rennrad und wollte den Traum vom Vuelta-Sieg nicht aufgeben. Doch nichts ging mehr, die Schmerzen waren zu gross. Er stieg schliesslich in den Krankenwagen und gab die Spanien-Rundfahrt auf.

Der Sturz im Video:

Pogacar war auf bestem Weg, erstmals die Vuelta zu gewinnen. Nach drei Etappensiegen lag er vor der 8. Etappe in der Gesamtwertung bereits 3:50 Minuten vor dem Spanier Enric Mas. Die Spanien-Rundfahrt ist die einzige Grand Tour, die Pogacar in seinem Palmarès noch fehlt. Ende Juli hatte er zum fünften Mal die Tour de France gewonnen, dazu siegte er 2024 am Giro d'Italia.

Fraglich ist nach dem Sturz auch, ob Pogacar seinen WM-Titel bei den Titelkämpfen in Montreal im September verteidigen kann. Der Ausnahmekönner hatte 2024 und 2025 jeweils das WM-Strassenrennen gewonnen.

Der Ausgang der 8. Etappe, die über 171 km von Puçol nach Xeraco führte, verkam in Anbetracht der Umstände zur Nebensache. Kurz vor dem Ziel kam es noch zu einem heftigen Massensturz. Nur eine kleine Gruppe sprintete noch um den Sieg. Diesen sicherte sich der Franzose Bryan Coquard vor dem Dänen Mads Pedersen und Jordi Meeus aus Belgien. Neuer Leader ist Mas, der 1:11 Minuten Vorsprung auf den Österreicher Felix Gall hat. Dahinter darf sich auch der viermalige Gesamtsieger Primoz Roglic Hoffnungen auf einen weiteren Erfolg machen. Der Slowene liegt exakt eine Minute hinter dem Spanier. (sda)

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