Kaum hat der 109. Giro d'Italia begonnen, ist das Feld bereits deutlich dezimiert. Am Samstag stürzten in der zweiten Etappe rund 30 Fahrer in einer Abfahrt rund 20 Kilometer vor dem Ziel, fünf mussten das Rennen aufgeben, zwei weitere traten am Sonntag nicht zur dritten und letzten Etappe in Bulgarien an.
Besonders stark getroffen hat es das Team UAE Emirates. Mit Marc Soler, Jay Vine und Adam Yates mussten drei Topfahrer das Rennen aufgeben. Der Zwillingsbruder von Vorjahressieger Simon Yates erlitt schwere Schürfwunden, eine Schnittverletzung am linken Ohr und eine Gehirnerschütterung. Soler und Vine zogen sich einen Beckenbruch respektive eine Gehirnerschüttzung sowie eine Ellbogenfraktur zu.
Paul Magnier feiert zweiten Etappensieg
Von den ursrünglich acht Fahrern verbleiben damit nur noch deren fünf, darunter der Aargauer Jan Christen. Der 21-Jährige, der erstmals eine Grand Tour bestreitet, blieb vom Sturz wohl nur deshalb verschont, weil er sich weiter hinten im Feld befand, nachdem er seine Regenjacke ausgezogen hatte.
Danach zeigte sich Jan Christen von seiner besten Seite, als er in der vorletzten Steigung am Hinterrad des grossen Favoriten Jonas Vingegaard blieb, später eine Lücke zu einem Spitzentrio schloss und sich im Sprint einer grösseren Gruppe im achten Rang klassierte. Im Gesamtklassement ist Christen vor dem ersten Ruhetag im sechsten Rang klassiert.
Träger der Maglia Rosa bleibt der Sieger der zweiten Etappe, Guillermo Silva aus Uruguay, vor dem Deutshcen Florian Stork (Tudor) und Egan Bernal aus Kolumbien. Die dritte Etappe gewann der Franzose Paul Magnier. Er hatte schon das erste Teilstück in Bulgarien gewonnen.


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