Super League

GC ist verkauft: Wieder chinesische Investoren für den Rekordmeister – und doch alles anders?

Die Liga hat den Verkauf bewilligt. Der Zürcher Traditionsklub wird von der Bridge Football Group übernommen und soll im neuen Multi-Club-Modell die zentrale Rolle übernehmen.
Nach LAFC soll nun die Bridge Football Group den Grasshopper Club Zürich besitzen.
Bild: Martin Meienberger

Der Grasshopper Club Zürich hat eine neue Eigentümerin. Wie Blick berichtet, hat die Liga den Verkauf am Montag bewilligt. Wenig später wurde die Übernahme durch die Bridge Football Group auf der Website des Vereins bestätigt. Geführt wird die Gruppe vom früheren FIFA-Anwalt Ludovic Délechat, der als CEO an der Spitze steht und neuer GC-Präsident werden soll. Finanziert wird sie von chinesischen Investoren.

GC soll künftig der Premium-Klub im Multi-Club-Modell der Gruppe werden, die bereits Mehrheitsanteile am FC Den Bosch (Niederlande), an Pro Vercelli (Italien) und am Shaanxi Union FC (China) hält.

Wieder China, aber diesmal ganz anders?

Die Erinnerungen an einen vormaligen chinesischen Investor sind keine guten. Doch diesmal soll vieles anders sein. Grosse Transfer-Investitionen sind nämlich kaum zu erwarten. Das bisherige Muster der Gruppe setzt auf lokal verankerte Führung, einheimische Spieler, eigene Talente und finanzielle Stabilisierung.

«Die Ambition der Bridge Football Group ist klar: eine stabile, nachhaltige und wettbewerbsfähige Zukunft für den Grasshopper Club Zürich zu schaffen und dabei die Identität, die Werte und die Traditionen zu bewahren, die den Club seit mehr als 139 Jahren prägen», heisst es in der Mitteilung vom Montag.

GC soll als Flaggschiff des Bridge-Football-Group-Netzwerks von der internationalen Expertise, den Ressourcen und dem Fussball-Know-how der Gruppe profitieren. Dabei sollen Identität und Unabhängigkeit gewahrt werden. Auch den Austausch mit Fans, welche ausländischen Investoren skeptisch gegenüberstehen, will der neue Eigentümer in nächster Zeit suchen. (pin/car/watson)

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