Fussball-WM 2026

Xhaka erklärt seine Wutrede und Yakin sagt vor dem WM-Start: «Wir brennen darauf, dass es endlich losgeht»

Vor der Pflichtaufgabe gegen Katar sagen der Trainer und Captain, was die Schweizer vor dem Auftakt ins WM-Abenteuer bewegt.
Gute Stimmung bei Nati-Coach Murat Yakin: Auch noch nach dem WM-Auftakt gegen Katar?
Bild: Eugene Hoshiko

Heute gilt's ernst: Alles andere als ein Sieg gegen Katar wäre ein Fehlstart für die Schweizer Nati in die WM, die als erfolgreichste der Geschichte gipfeln soll. Am Vorabend der Partie verrät Murat Yakin an der Pressekonferenz, dass er seiner Mannschaft die Startelf erst am Spieltag nach dem Frühstück verraten werde. Also weniger als drei Stunden vor Anpfiff. Was der Trainer und Captain Granit Xhaka vor dem WM-Auftakt sonst noch berichtet haben:

Xhaka über seine Wutrede nach dem Australien-Spiel und ob die Trainingsqualität danach besser wurde:

«Ob ich sauer war? Ihr wollt mich nicht wirklich sauer erleben... Im Ernst: Ich will einfach immer gewinnen. Wenn ich nach einem Spiel das Gefühl habe, wir haben nicht alles getan für einen Sieg, spreche ich das an. Ich nehme mich da in keinster Weise aus. Gegen Katar wollen und werden wir es besser machen.»

Xhaka darüber, was er dem Team mit auf den Weg geben werde:

«Taktik, Gegner, Mentalität - wir haben alles besprochen, fast drei Wochen trainiert. Langsam aber sicher sind wir ungeduldig. Ich werde den Jungs sagen, dass eine WM auch zum Geniessen ist. Für einige von ihnen vielleicht ein einmaliges Erlebnis. Wir wollen mit Freude spielen, aber das Ziel ist klar: Die beste Schweizer WM der Geschichte.»

Yakin über den Matchplan:

«Ein guter Start, resultat- und leistungsmässig, würde das Turnier lancieren, vieles leichter machen. Wir haben Katar bis ins Detail analysiert, die Devise ist klar: Mutig sein, offensiv spielen und Freude haben. Der Captain brennt, das Team genauso - es ist alles angerichtet.»

Yakin über die neuen Kühlpausen während den Halbzeiten:

«Hier in San Francisco ist es heisser als in unserem Base-Camp in San Diego. Die Pausen können also ein Vorteil sein. Auch weil ich als Trainer der Mannschaft noch taktische Dinge mitgeben kann. Aber die Pausen dauern drei Minuten, der Rhythmus wird gebrochen - das ist ein Nachteil. Für uns sind die Kühlpausen wie für alle Teams neu, wir werden im Katar-Spiel Erfahrungen sammeln und danach bei Bedarf Dinge anpassen.»

Granit Xhaka (rechts) wird gegen Katar zum Schweizer WM-Rekordspieler.
Bild: PETER KLAUNZER

Xhaka über sein 13. WM-Spiel für die Schweiz, mit dem er Xherdan Shaqiri als Rekordhalter ablösen wird:

«Dieser Rekord macht mich enorm stolz. Seit 2011 bin ich dabei, mittlerweile als Captain - das ist alles andere als selbstverständlich. Dass ich den Rekord vielleicht mit Ricardo Rodriguez teilen darf, ist das i-Tüpfelchen. Wir kennen uns schon ewig, verstehen uns immer noch blendend. Ob Ricci spielt? Das entscheidet der Trainer. Und auch wenn er in der Vorbereitung ein, zwei Mal nicht in der Startelf stand: Ricci bringt so viel Erfahrung mit, er ist enorm wichtig. Wir kennen ja unseren Trainer: Er liebt es, einen Spieler auch mal zu kitzeln. Wir werden sehen.»

Yakin über allfällige Planspiele, gegen Katar noch nicht die beste Nati aufs Feld zu schicken:

«Alle 26 Spieler haben top trainiert, keiner ist verletzt. Ich kann jeden von ihnen bedenkenlos einsetzen. Die letzten Turniere haben gezeigt: Wir brauchen jeden. Gleichzeitig muss jeder seine Rolle verstehen und akzeptieren. Egal, ob er gegen Katar spielt, reinkommt oder keine Minuten bekommt. Für die Stimmung ist ein guter Start wichtig, dafür brauchen wir die bestmögliche Mannschaft und schauen danach weiter, wie wir gegen Bosnien spielen werden.»

Der Blick von den Medienplätzen ins Levi's Stadium: Wieviele Plätze beim Schweizer WM-Startspiel gegen Katar wohl besetzt sein werden?
Bild: S. Wendel

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)