Fussball WM 2026

Granit Xhaka vor Hammer-Wechsel: Ist der Transferwirbel der Grund für unseren bedrückten Nati-Captain?

Vor einem Jahr wechselte Xhaka nach Sunderland und führte den Premier-League-Aufsteiger sensationell in den Europacup. Nun scheint seine Mission bereits beendet und der Weg den Nati-Captain zurück nach London zu führen.

Nach dem Abschluss der Gruppenphase ist die Familie von Nati-Captain in den USA angekommen. Neben Frau und Kindern auch sein Vater Ragip. Gut möglich, dass es in den Gesprächen am freien Freitag-Nachmittag im schmucken Garten des Familienhotels «Estancia La Jolla» zwischen Xhaka und seinen Liebsten nicht nur um die bisherigen Auftritte der Nati und die Erlebnisse in den USA ging, sondern um die Frage: Wollen wir nach der WM von Sunderland nach London zügeln?

Am Samstag nämlich kommt raus: Xhaka befindet sich in intensiven Verhandlungen mit Chelsea London. Der neue Trainer der «Blues» ist Xabi Alonso, mit dem Xhaka von 2023 bis 2025 sehr erfolgreich in Leverkusen arbeitete. Der Schweizer galt als verlängerter Arm des Spaniers, zusammen führten sie die Werkself zum ersten Meistertitel der Klubgeschichte - notabene ohne einzige Niederlage.

Nun könnte es zur Wiedervereinigung kommen. Xhaka, meldet unter anderem Transferguru Fabrizio Romano, habe dem Wechsel zugestimmt und sei sich mit Chelsea finanziell einig. Nun liege es an den Vereinen. Verhandlungsbasis ist ein Angebot von 30 Millionen Franken, das Chelsea Sunderland unterbreitete.

Granit Xhaka wirkt an der WM irgendwie bedrückt: Ist es das Angebot von Chelsea, das ihn beschäftigt?
Bild: Toto Marti/Blick/freshfocus

30 Millionen oder mehr für einen bald 34 Jahre alten Mittelfeldspieler - diese Summe ist eindrücklicher Beweis dafür, wie sehr Xabi Alonso Xhaka will. Wie damals in Leverkusen als sein wichtigster Ansprechpartner und verlängerter Arm auf dem Platz, der das Spiel der talentierten, aber jungen Chelsea-Elf führen soll.

Rund um Granit Xhaka wird es nie ruhig. Auch hier an der WM nicht. Seine zwei in Richtung seiner Teamkollegen gerichteten Wutreden zu Turnierbeginn kamen intern nicht nur gut an. Auch seine Auftritte hinterliessen Fragezeichen: Die direkte Antwort auf die mediale Kritik war Xhaka-like - mit einer bärenstarken Performance gegen Bosnien-Herzegowina (4:1). Davor gegen Katar (1:1) und danach gegen Kanada (2:1) aber irritierte Xhaka phasenweise mit schlaffer Körpersprache, Händeverwerfen und ungewohnten Fehlpässen. Beim Zuschauen beschlich einem das Gefühl, irgendetwas scheint den Nati-Captain zu bedrücken.

Sind es die Verhandlungen über den Chelsea-Transfer? Falls ja, ist zu hoffen, dass die Angelegenheit so schnell wie möglich erledigt wird. Und zwar so, wie Xhaka sich das wünscht: Er will den Wechsel unbedingt und sich danach auf den WM-Sechzehntelfinal mit der Schweiz konzentrieren (Freitag 5 Uhr Schweizer Zeit). In Vancouver ist die Nati auf einen gut aufgelegten Captain mit freiem Kopf angewiesen.

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