Die internationalen Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) haben in Wales weitreichende Reformen beschlossen. Diese könnten bereits bei der Weltmeisterschaft im kommenden Sommer gelten.
Künftig darf der Video-Assistent auch bei Eckbällen eingreifen. «Sofern die Überprüfung sofort und ohne Verzögerung der Spielfortsetzung durchgeführt werden kann», heisst es in der Mitteilung. So soll verhindert werden, dass ein zu Unrecht zugesprochener Eckstoss direkt zu einem Tor führt.
Gecheckt werden bald auch gelbe Karten, die zu einem Platzverweis führen. Allerdings: Erste gelbe Karten oder nicht geahndete Verwarnungen, die zu einer gelb-roten Karte hätten führen können, werden auch künftig nicht überprüft – es sei denn, nachweislich wurde der falsche Spieler oder das falsche Team bestraft.
Kampf gegen Zeitspiel
Aufbauend auf der Acht-Sekunden-Regel für Torhüter bei Abschlägen wird das Countdown-Prinzip auch auf Einwürfe und Abstösse angewendet. Ist der Schiedsrichter der Meinung, dass ein Einwurf oder Abstoss zu lange dauert oder absichtlich verzögert wird, startet er einen visuellen Countdown von fünf Sekunden. Läuft die Zeit ab, ohne dass der Ball im Spiel ist, folgt die Strafe: Der Einwurf geht an den Gegner; ein verspäteter Abstoss wird mit Eckball für den Gegner geahndet.
Spieler, die ausgewechselt werden, müssen das Feld künftig spätestens zehn Sekunden nach Anzeige der Tafel verlassen. Geschieht das nicht, darf der Ersatzspieler erst bei der nächsten Unterbrechung eingewechselt werden – bis dahin spielt das Team in Unterzahl.
In Zukunft muss ein Spieler, der behandelt wurde, mindestens eine Minute warten, bis er wieder auf den Platz zurückkehren darf. So soll verhindert werden, dass sich Spieler behandeln lassen, um Zeit zu schinden.
Rassismus-Fall um Vinicius soll Folgen haben
Fall Vinicius soll Folgen haben
Folgen haben soll der Fall Vinicius. Der Spieler von Real Madrid war in der Champions League von Gegenspieler Gianluca Prestianni hinter vorgehaltener Hand mutmasslich rassistisch beleidigt worden. Der Argentinier von Benfica Lissabon bestreitet diesen Vorwurf.
Dennoch kündigten die Regelhüter an, über Massnahmen für Fälle beraten zu wollen, in denen «Spieler während des Spiels ihren Mund bedecken, wenn sie den Gegner konfrontieren», wie diese schreiben.



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