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Fussball

Alain Sutter holt Peter Zeidler zu GC – der Trainer soll den Abstieg verhindern

Der Deutsche Peter Zeidler übernimmt am Montag als Trainer beim vom Abstieg bedrohten Rekordmeister GC. Sein Vertrag gilt auch für die Challenge League.
Peter Zeidler übernimmt den Trainerposten bei GC.
Bild: Freshfocus / Martin Meienberger

Vor zwei Wochen bei Lausanne entlassen, hat Peter Zeidler bereits wieder einen neuen Arbeitgeber. Er übernimmt am Montag beim akut vom Abstieg gefährdeten GC, wie der Rekordmeister am Freitag bestätigt. Der Deutsche löst den Österreicher Gernot Messner ab. Er amtet seit Mitte März interimistisch, nachdem sein Landsmann Gerald Scheiblehner entlassen worden war.

Unter der Leitung des 45-Jährigen hat GC nur eines von vier Spielen in der Super League gewonnen, mit dem 2:0 gegen den Tabellenletzten Winterthur allerdings ein kapitales. Die weiteren drei Partien gingen mit einem Torverhältnis von 1:11 verloren. Dazu kam das blamable 0:2 im Cup-Halbfinal gegen den Challenge-Ligisten Stade Lausanne-Ouchy, auf das Ausschreitungen von einem Teil der Anhängerschaft folgten.

Glücklos, erfolglos und bald Geschichte: Gernot Messner:
Bild: /Freshfocus / Claudio Thoma

Zeidler übernimmt erst am Montag

Beim Heimspiel vom Sonntag gegen Servette steht Messner ein letztes Mal an der Seitenlinie. Am Montag übernimmt mit Peter Zeidler ein Trainer mit der Erfahrung von 275 Spielen in der Super League. Der 63-Jährige hatte erst im Sommer bei Lausanne übernommen. Mitte April wurde er nach 33 Spielen (10 Siege, 39 Punkte) entlassen, nachdem die Equipe die Qualifikation für Championship Group verpasst hatte.

Sein Engagement in der Bundesliga in Bochum war mit einem Remis und sieben Niederlagen in acht Spielen nicht von Erfolg gekrönt.

Davor aber war Zeidler während sechs Saisons in St. Gallen ein Garant für Stabilität. Mit den Ostschweizern erreichte er zudem zweimal den Final des Schweizer Cups - 2021 verlor man 1:3 gegen Luzern, im Jahr darauf mit 1:4 gegen Lugano.

Kennen und schätzen sich: Alain Sutter und Peter Zeidler.
Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller

GC droht der Gang in die Barrage

Nun also soll Zeidler GC vor dem Abstieg in die Challenge League retten. Vier Runden vor Schluss liegt der Rekordmeister auf dem elften Rang, acht Punkte vor Winterthur und sieben Punkte hinter dem FC Zürich. Damit droht zum dritten Mal in Folge der Gang in die Barrage gegen den Zweiten der Challenge League. Vor zwei Jahren gelang die Rettung gegen den FC Thun, im Vorjahr setzte sich GC gegen den FC Aarau durch.

Die schnelle Rückkehr Zeidlers an die Seitenlinie möglich macht Alain Sutter, der Sportchef und starke Mann der Grasshoppers. Der 58-Jährige war zuvor schon während Jahren bei St. Gallen in gleicher Funktion tätig und damit direkter Vorgesetzter von Peter Zeidler.

Schon in St. Gallen war Sutter Zeidlers Vorgesetzter.
Bild: Michel Canonica

Sutters ewiger Flirt mit Zeidler

«Ich wäre dumm, wenn ich den Namen Peter Zeidler nicht im Kopf hätte», sagte Sutter bei seinem Amtsantritt als GC-Sportchef vor einem Jahr auf die Frage, ob Zeidler den Klub im Sommer 2025 übernehmen würde. Doch der 63-jährige Deutsche bekam den Trainerposten bei Lausanne-Sport.

Gerüchte um einen Wechsel zu GC gab es immer wieder. Im Herbst 2024 lancierte der damalige Sportchef Stephan Schwarz einen Versuch, Zeidler in den Letzigrund zu holen, der kurz davor in Bochum entlassen worden war. «Ein interessanter Klub. Zürich ist eine interessante Stadt. Man kennt die Konstellation. Deshalb haben wir darüber gesprochen», sagte Zeidler damals gegenüber dem TV-Sender Blue.

Zeidlers letzte beide Engagements in Lausanne und Bochum verliefen glücklos.
Bild: Keystone / Salvatore Di Nolfi

Viel Unruhe bei GC

Nun wartet eine Herkulesaufgabe auf Zeidler. GC hat in diesem Jahr erst zwei Super-League-Spiele gewonnen und ist im Cup-Halbfinal blamabel gescheitert. Dazu stehen die Fans in einem offenen Konflikt mit den Besitzern des Los Angeles FC. Diese hatten vor wenigen Tagen erstmals öffentlich erklärt, sie seien bereit, das finanziell angeschlagene GC ganz oder teilweise zu verkaufen.

Sicher ist: Selbst im Falle eines Abstiegs bleibt Peter Zeidler Trainer. Sein Vetrag gilt auch für die Challenge League, wie GC mitteilt.

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