2021 schlug Johan Eliasch in einer Kampfwahl den Schweizer Urs Lehmann. Seither ist der britisch-schwedische Milliardär Präsident der FIS, des internationalen Skiverbandes. Der oft eigenwillige und auch eigensinnige Eliasch hat sich in den fünf Jahren an der Spitze des mächtigsten Wintersportverbandes derart viele Gegner geschaffen, dass der 64-Jährige beim Kongress im Juni in Belgrad ernsthaft um seine Wiederwahl zittern muss. Als aussichtsreichster Kandidat wird inzwischen der Liechtensteiner Alexander Ospelt gehandelt.
Bevor sich Johan Eliasch aber überhaupt zur Wiederwahl stellen kann, muss er von einem Landesverband nominiert werden. Laut FIS-Statuten muss er dazu zwingend im Besitz eines Passes der entsprechenden Nation sein. Weil sowohl Grossbritannien, das Eliasch vor fünf Jahren portierte, als auch Schweden nicht bereit waren, ihn als Kandidaten zu melden, musste der Eigentümer der Skimarke Head zwischenzeitlich sogar befürchten, als amtierender Präsident gar nicht ins Rennen steigen zu können.
Am Mittwoch wird die FIS das Feld der Kandidierenden bekannt geben. Gemäss Informationen aus dem Umfeld des Verbandes steht auch der Name Johan Eliasch auf dieser Liste. Vorgeschlagen wird er offenbar vom nationalen Skiverband von Armenien. Man darf auf die Begründung gespannt sein, wie genau der 64-Jährige zum entsprechenden Reisepass gekommen ist.
Zumindest einen Schweizer Gegenkandidaten muss Eliasch diesmal nicht fürchten. Sein damaliger Opponent Urs Lehmann ist bekanntlich inzwischen als CEO der FIS so etwas wie die rechte Hand von Johan Eliasch. In dieser Rolle hält sich der ehemalige Swiss-Ski-Präsident aktuell aus allen politischen Ränkespielen heraus.

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