
Die Tore
9. Minute: In Unterzahl kassiert Luzern durch einen haltbaren Schuss von Ex-FCL-Spieler Donat Rrudhani das 0:1 für Gastgeber Sion. Dem neuen Torhüter Simon Simoni geht der Ball sehr unglücklich für den 22-jährigen Albaner zwischen den Beinen hindurch.

70. Minute: Die Sion-Einwechselspieler sorgen im Zusammenspiel für das zweite Tor. Théo Berdayes erzielt nach Vorarbeit von Josias Lukembila das 2:0 für die Walliser.
77. Minute: Für das Team von Didier Tholot treffen wieder zwei Einwechselspieler im Konter. Josias Lukembila schiesst nach Vorarbeit von Franck Surdez das 3:0 zum Endstand.
Das Spielfazit
Brutal der Auftakt ins Spiel im Tourbillon mit der roten Karte für Tyron Owusu in der 3. Minute: Nach VAR-Intervention zeigt Schiedsrichter Lukas Fähndrich dem Mittelfeldspieler die rote Karte. Zu Recht: Owusu trifft Rrudhani mit offener Sohle oberhalb des Knöchels. Nach dem Platzverweis für Owusu patzt auch noch Goalie Simon Simoni in der 9. Minute. Dieses Schüsschen darf ihm nicht durch die Hosenträger durchrollen. Der FCL gibt sich lange nicht geschlagen. Er wehrt sich bei weit über 30 Grad Celsius nach Kräften. Doch Sion nützt schliesslich die numerische Überlegenheit. Nach mehreren vergebenen Chancen von Winsley Boteli treffen die Einwechselspieler Théo Berdayes und Josias Lukembila zum verdienten 3:0-Sieg. Der FCL ist mit null Punkten und einem Torverhältnis von 1:6 nach zwei Runden auf dem letzten Tabellenplatz.
Das gab zu reden
Wie geht der FCL mit dem schwachen Start zu Hause gegen die B-Elf des FC Thun (1:3) um? Das ist vor dem Spiel die grosse Frage. Und: Kann der neue Trainer Udo Portmann seiner Mannschaft mehr Leben einhauchen? Die Innerschweizer müssen mit mehr Leidenschaft und Aggressivität auftreten. Vielleicht ist Owusu übermotiviert. Eine andere Frage ist, ob Simoni auf seinen Fehler beim Treffer zum 1:2 gegen Thun reagieren kann. Auch das geht schief: Siehe das Gegentor zum 0:1 von Rrudhani.

Die Stimmung
Die 400 FCL-Fans kommen ganz ruhig ins Tourbillon. Fast schon andächtig sind sie vor dem Spiel im Gästesektor. Es scheint, als ob sie eine Vorahnung hätten. Der unfassbar negative Start in den Match folgt. Für Luzern gibt es, wie schon gegen Thun, drei Gegentore. Diesmal mit einer Niederlage, ohne einen eigenen Treffer.
Die Noten
Das Telegramm
Sion – Luzern 3:0 (1:0)
Stade de Tourbillon. – 8'200 Zuschauende. – SR Fähndrich. –
Tore: 9. Rrudhani (Boteli) 1:0. 70. Berdayes (Lukembila) 2:0. 77. Lukembila (Surdez) 3:0.
Sion: Racioppi; Lavanchy, Sow, Kronig, Hefti (78. Cipriano); Costa, Kabacalman; Chouaref (71. Sylla), Boteli (63. Berdayes), Rrudhani (63. Surdez); Nivokazi (63. Lukembila).
Luzern: Simoni; Dorn, Knezevic, Lüthi (82. Bung Hua Freimann), Ruben Dantas Fernandes (76. Ciganiks); Bertone, Owusu; Kabwit (76. Oehlers), Ferreira (58. Zimmermann), Di Giusto; Meyer (58. Villiger).
Bemerkungen: Luzern ohne Bung Meng Freimann (gesperrt) und Winkler (verletzt). Sion ohne Hajrizi, Kololli (beide verletzt). – Verwarnung: 67. Lavanchy (Foul). – 3. Platzverweis Owusu (grobes Foulspiel).




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