Und dann herrscht im Aarauer Brügglifeld plötzlich Totenstille. Nach 97 Minuten pfeift Schiedsrichter Sven Wolfensberg das Spiel gegen Yverdon ab. Endstand 2:2. Was heisst: Der FC Aarau steigt (noch?) nicht in die Super League auf.
Das Direkt-Ticket in die höchste Spielklasse geht stattdessen an den FC Vaduz. Für die Liechtensteiner, am Montag nach dem 1:2 gegen Aarau nach monatelanger Tabellenführung auf den zweiten Rang zurückgebunden, wird die vermeintliche Pflichtaufgabe in Wil tatsächlich noch zur Kür. 3:1 gewinnt das Team von Marc Schneider - und stösst den FC Aarau auf der Zielgerade doch vom Tabellenthron.
Für Vaduz ist es nach fünfjähriger Abstinenz die Rückkehr in die Super League. Sie gehen in Wil früh 2:0 in Führung. Der Fokus der Liechtensteiner dürfte aber mit zunehmender Spieldauer auf den Bildschirmen liegen, die vom Geschehen in Aarau berichten.
Im Brügglifeld liegt zwischenzeitlich auch der FCA mit 2:0 in Führung. Doch quasi mit dem Pausenpfiff verkürzt Yverdon. Das verunsichert die Aarauer ganz offensichtlich. Nach dem Seitenwechsel ist der Wurm drin. Und als der kleingewachsene Marchesano nach gut einer Stunde per Kopf das 2:2 markiert, werden die Beine der FCA-Profis schwer wie Blei.
Angetrieben vom fanatischen Publikum werfen sie in der Schlussphase alles nach vorne. Doch die gegnerische Verteidigung und das Unvermögen der Aarauer im Abschluss verhindern das erlösende 3:2. Ein Nackenschlag, den die Aarauer sehr schnell verdauen müssen: Schon am Montag steigt im Brügglifeld das Barrage-Hinspiel gegen GC.


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