Die Tore
65. Minute: Der FCL greift über die linke Seite an. Matteo Di Giusto flankt aus dem Halbfeld an den ersten Pfosten, wo Sion-Verteidiger Kreshnik Hajrizi den Ball unhaltbar ins eigene Tor köpft.

79. Minute: Der eingewechselte Lucas Ferreira verliert in der Vorwärtsbewegung den Ball. Nach dem anschliessenden Angriff setzt sich Josias Lukembila im Luzerner Strafraum gegen Loïc Lüthi durch und legt auf Rilind Nivokazi. Der Sion-Stürmer schiebt zum 1:1 ein.
Spielfazit
Am Ende reicht es dem FCL nicht zum erhofften Heimsieg. Ein Sieg wäre gemessen am Spielverlauf allerdings schmeichelhaft gewesen. Neben der Führung durch ein Eigentor profitierten die Innerschweizer auch von einem gehaltenen Penalty von Goalie Karlo Letica. In der 56. Minute vertändelt Oscar Kabwit den Ball im eigenen Strafraum und foult danach den Sittener Théo Berdayes. Doch Winsley Boteli scheitert mit seinem Penalty am herausragend reagierenden FCL-Goalie. Glück hat der FCL auch, weil Kabwit keine zweite gelbe Karte sieht. Wenig später profitieren die Luzerner durch das Eigentor zum 1:0.
Der FCL startet gut in das Spiel. Die erste Topchance hat Daniel Mikolajewski in der 13. Minute. Aber nach guter Vorarbeit von Matteo Di Giusto kann er den Kopfball nicht auf das Sittener Gehäuse bringen. In der Folge neutralisieren sich die beiden Teams, die ganz grossen Torchancen fehlen. Doch der FCL ist deutlich kompakter als zuletzt in Zürich. Kurz vor der Pause feuert Mio Zimmermann noch ein Geschoss ab, der Ball kommt aber nicht auf das Tor. Nach der Pause bleibt die Partie zunächst ausgeglichen. Erst Leticas Penaltyparade bringt deutlich mehr Spannung ins Spiel. Wenig später geht Luzern in Führung, kann den Vorsprung aber nicht verteidigen. Unter dem Strich geht das 1:1 in Ordnung.
Das gab zu reden
Schon vor der Partie steht FCL-Trainer Udo Portmann unter erheblichem Druck. Ungewöhnliche Personalentscheide und ein flaches 4-4-2, dessen Umsetzung zuletzt grosse Lücken offenbarte, haben Kritik ausgelöst. Portmann, der vor seinem Sprung zu den Profis vor allem im Amateur- und Nachwuchsfussball gearbeitet hatte, spürt erstmals kräftigen Gegenwind.
Und der Trainer reagiert: Portmann stellt auf ein 4-2-3-1 um. Levin Winkler beginnt im zentralen Mittelfeld, Loïc Lüthi in der Innenverteidigung. Derweil fehlt Vize-Captain Stefan Knezevic sogar im Kader. Der Verzicht des routinierten Führungsspieler wirft Fragen auf.
Die Stimmung
Zum Start zünden beide Fanlager ein Feuerwerk. Auf den Rängen ist viel los, auch wenn die Thermoplan-Arena bei Weitem nicht ausverkauft ist. Etwas über 9353 Zuschauende sind im Stadion. Spätestens nach der Penaltyszene ist die Stimmung der Fans ausgezeichnet, aber weil Sion nochmals reagiert steigt die Party im Stadion nicht.
Die Noten
+++ folgen +++
Die Bilder
Das Telegramm
Luzern – Sion 1:1 (0:0)
Thermoplan-Arena. – 9'353 Zuschauende. – SR Dudic.
Tore: 65. Hajrizi (Eigentor) 1:0. 79. Nivokazi (Lukembila) 1:1.
Luzern: Letica; Dorn, Lüthi, Bung Meng Freimann, Dantas Fernandes; Zimmermann (78. Ferreira), Winkler; Kabwit (61. Owusu), Di Giusto, Ciganiks (78. Toggenburger); Mikolajewski (87. Grbic).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi (72. Sow), Kronig, Hefti; Kabacalman, Baltazar; Chouaref (80. Kololli), Rrudhani (72. Lukembila), Berdayes (72. Surdez); Boteli (72. Nivokazi).
Bemerkungen: Luzern ohne Bertone, Bieler, Bongeli (alle verletzt) und Knezevic (nicht im Aufgebot). Sion ohne Villa (verletzt). – 56. Letica pariert Foulelfmeter von Boteli. – Verwarnungen: 29. Ciganiks, 45. Baltazar, 46. Kabwit (alle Foul).
Ausblick
Auf den FC Luzern wartet ein anspruchsvolles Programm: Am kommenden Samstag empfängt der FCL um 18 Uhr die Young Boys. Anschliessend ruht der Ligabetrieb während der zweiwöchigen Nationalmannschaftspause. Danach reisen die Luzerner nach Basel, ehe der derzeitige Leader Lugano auf der Allmend gastiert.





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