
Der FC Luzern gibt bekannt, dass die Saison 2025/26 mit einem Gewinn abgeschlossen werden konnte. Damit bestätigt der Klub die positive finanzielle Entwicklung der Vorsaison. Gleichzeitig konnte das strukturelle Defizit um knapp 1 Million Franken reduziert werden. Das positive Ergebnis wurde ohne Mittelzufluss aus einem Aktienverkauf erzielt und stellt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu langfristiger finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit dar.
Die positive finanzielle Entwicklung des FC Luzern zeigt sich im Geschäftsjahr 2025/26 in verschiedenen Bereichen. Neben dem erneut positiven Unternehmenserfolg konnten insbesondere das strukturelle Defizit reduziert, ein hoher Beitrag aus dem Transfergeschäft erzielt und das wirtschaftliche Eigenkapital weiter gestärkt werden.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
– Unternehmenserfolg: Der Unternehmenserfolg nach Minderheiten beträgt 628’000 Franken – nach 555’000 Franken im Vorjahr. Das positive Ergebnis wurde ohne finanzielle Zuschüsse von Aktionären und ohne Mittelzufluss aus einem Aktienverkauf erzielt.
– Strukturelle Verbesserung: Das strukturelle Defizit konnte gegenüber dem Vorjahr um knapp 1 Million Franken reduziert werden.
– Transfergeschäft: Der Transferdeckungsbeitrag erreichte mit 7,6 Millionen Franken einen neuen Höchstwert. Darin enthalten sind Solidaritätsbeiträge von über 1,7 Millionen, mit denen Ausbildungsklubs bei späteren Transfers ihrer ehemaligen Spieler finanziell beteiligt werden.
Einordnung: Die im Sommer 2026 realisierten Transfers sind im vorliegenden Jahresabschluss noch nicht berücksichtigt. Die entsprechenden Erträge – unter anderem aus den Transfers von Adrian Bajrami, Pascal Loretz und Andrej Vasovic von rund 10 Millionen – werden erst im Geschäftsjahr 2026/27 wirksam.
– Wirtschaftliches Eigenkapital: Dieses liegt neu bei etwas mehr als 2 Millionen und stärkt die finanzielle Widerstandsfähigkeit des Clubs.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben wesentliche finanzielle Herausforderungen bestehen. Dazu gehören insbesondere die weiterhin negative ausgewiesene Eigenkapitalposition, die begrenzte Liquiditätsreserve, die hohen Sicherheitskosten sowie notwendige Investitionen in die mittlerweile 15-jährige Stadioninfrastruktur. Gleichzeitig verfolgt der FC Luzern sowohl im Frauen- als auch im Männerbereich klare sportliche Ambitionen in einem Wettbewerb, in dem verschiedene Klubs über höhere Sportbudgets verfügen.
Sicherheitskosten steigen weiter an
Im Vergleich mit anderen Spielorten der Super League gehört Luzern seit Jahren zu den Standorten mit den höchsten Sicherheitsabgaben. Diese sind in der vergangenen Saison von rund 1,5 Millionen auf rund 1,9 Millionen angestiegen. Pro Heimspiel fallen für den FC Luzern inzwischen Sicherheitskosten von rund 100'000 Franken an.
Dieser Anstieg steht einer kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheitslage rund um die Heimspiele des FC Luzern gegenüber. Die Zahl der als «rot» eingestuften Spiele ist innerhalb der vergangenen fünf Saisons von acht in der Saison 2021/22 auf null in der Saison 2025/26 gesunken.
Gleichzeitig stärkt der FC Luzern seine Angebote für Familien und Kinder kontinuierlich weiter. Bei der zweiten Austragung des «Chendertags» im Rahmen des 5:1-Heimsiegs gegen GC am vergangenen Samstag durften rund 3500 Kinder auf der Allmend begrüsst werden. Das waren rund 1000 Kinder mehr als bei der ersten Austragung im vergangenen Frühling.
Entwicklung nachhaltig fortführen
Die Aufgabe für die kommenden Jahre bleibt klar: Aus dem erfolgreichen finanziellen Turnaround soll nachhaltige Stabilität und Unabhängigkeit entstehen. FCL-Präsident Michael Sigerist sagt: «Die Entwicklung ist erfreulich – insbesondere auch die Art und Weise, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist. Wir wollen diesen Weg konsequent weitergehen und gleichzeitig die bevorstehenden Herausforderungen anpacken. Dazu müssen wir das strukturelle Defizit weiter reduzieren und unsere Ertragsbasis verbreitern.» (dw/pd)


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