Jörg «Udo» Portmann

Zwischen Mut und Misstrauen: So reagieren die Fans auf den neuen FCL-Trainer

Der FC Luzern setzt mit dem neuen Cheftrainer auf den «Luzerner Weg». Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus.
Wurde am Dienstag den Medien vorgestellt: Jörg Portmann.
Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 19. 5. 2026)

Der FC Luzern hat Jörg «Udo» Portmann als neuen Cheftrainer vorgestellt. Diese Neuigkeit wurde am späten Montagnachmittag bekannt. Die Wahl sorgt bei Fans für Gesprächsstoff. In Kommentarspalten und auf Social Media zeigt sich: Die Reaktionen fallen gemischt aus – mit leichter Tendenz ins Positive. Viele sehen den Entscheid als mutig, konsequent und passend zum eingeschlagenen «Luzerner Weg». Es gibt aber auch Befürchtungen: Von einer «Billiglösung» ist die Rede, von «fehlender Erfahrung» und «einer schwierigen Saison 2026 / 2027».

Auffällig oft fällt das Wort «mutig». Portmann kommt aus dem eigenen Nachwuchs, kennt den Verein, die Talente und die Region. Genau dieser Punkt kommt bei vielen Kommentarschreibern gut an. Ein Fan schreibt: «Überraschend, ganz klar. Aber konsequent den Luzerner Weg einzuschlagen, find ich auf den ersten Blick jetzt mal geil!» Ein anderer meint: «Ich finde es gut, dass es eine heimische Lösung für unsere heimischen Talente gibt.» Eine Garantie gebe es nie, mit keinem Trainer.

Auch der Vergleich mit Mario Frick wird bemüht. Frick sei vor seinem FCL-Engagement ebenfalls kein grosser Name gewesen, heisst es mehrfach. «Der FCL ist immer gut gefahren mit No-Names», schreibt ein Leser. Portmann habe seine Chance verdient. Ein anderer Kommentar bringt es so auf den Punkt: «Lieber ein leidenschaftlicher Chrampfer als irgendein Wandervogel.»

Das sagen die Skeptiker

Doch es gibt auch Skepsis. Vor allem die fehlende Erfahrung im Profifussball bereitet manchen Kommentierenden Sorgen. «Wer ist das überhaupt?», fragt ein Kommentator und befürchtet den Abstiegskampf. Andere sprechen von einer «Budget-Lösung» oder einer «Notlösung». Besonders hart fällt dieses Urteil aus: «Ich bin überzeugt, dass Udo bis zur Winterpause weg ist, inklusive Sportchef.»

Sportchef Remo Meyer ist ein wiederkehrendes Thema. Manche Fans vertrauen weiterhin auf seinen Kurs, andere äussern deutliche Zweifel. «Ich verlass mich auf das gute Näschen von Remo Meyer», schreibt ein Unterstützer. Auf der Gegenseite heisst es: «Ich finde, Remo Meyer hat seinen Zenit langsam überschritten.»

Viele Kommentarschreiber, die überwiegende Mehrheit ist männlich, anerkennen das Risiko mit Jörg Portmann, wollen ihm aber Kredit geben. «Gebt ihm die Chance, sich zu bestätigen», lautet ein Kommentar. Ein anderer schreibt: «Seine vermeintliche Unerfahrenheit muss kein Nachteil sein. Es kann aber natürlich auch schiefgehen.»

Unter dem Strich überwiegt bei den Reaktionen vorsichtiger Zuspruch. Portmanns Wahl wird als Risiko erkannt, aber von vielen als konsequenter Schritt auf dem Luzerner Weg verstanden. Die Kritik dreht sich vor allem um die fehlende Profierfahrung und die Angst vor einer Sparlösung. Die Mehrheit scheint bereit, dem neuen Trainer eine faire Chance zu geben, oder wie es ein Fan formuliert: «Viel Glück, Udo! Auf jetzt!»

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