Die Tore
44. Minute: Oscar Kabwit fasst sich ans Herz und versucht es mit einem Distanzschuss, dieser wird abgelenkt und fliegt in hohem Bogen in den Strafraum der Luganesi. Der junge Andrej Vasovic reagiert perfekt und lupft den Ball per Kopf über Torhüter David von Ballmoos zum 1:0 für den FCL.

50. Minute: Yannis Cimignani bringt die Ecke in die Mitte, der Ball segelt durch den Luzerner Strafraum. Bung Meng Freimann verpasst, Ruben Dantas Fernandes lässt seinen Gegenspieler aus den Augen. So trifft Hannes Delcroix für Lugano zum 1:1.
64. Minute: Oscar Kabwit spielt einen Doppelpass mit Matteo Di Giusto, danach setzt sich Kabwit gegen Mahou durch und trifft mit dem linken Fuss zum 2:1 für den FCL.

94. Minute: Adrian Bajrami drischt den Ball nach vorne, der springt im Strafraum komisch auf – und dann ist Matteo Di Giusto da. Akrobatisch haut der FCL-Spielmacher den Ball per Fallrückzieher zum traumhaften 3:1 ins Tor.
Spielfazit
Der FC Luzern gewinnt auswärts bei seinem Angstgegner. In den letzten fünf Duellen gegen Lugano hat der FCL verloren. Diesmal gelingt ein Sieg, obwohl die Innerschweizer zunächst nicht über sich hinauswachsen. Vasovic und Kabwit treffen zum besten Zeitpunkt, danach kommt der FCL zu vielen Möglichkeiten zur Entscheidung – diese gelingt schliesslich Di Giusto sehenswert. Für den FCL ist es ein sehr wichtiger Sieg, will man das fast Unmögliche noch möglich machen und es doch noch in die Top 6 schaffen. Vier Runden vor der Ligateilung hat der FCL jetzt einen Rückstand von sechs Punkten auf YB und Sion.
Das gab zu reden
Für den FCL ist es wohl der allerletzte Auftritt im altehrwürdigen Stadion Cornaredo. Das WM-Stadion von 1954 ist in die Jahre gekommen, schon jetzt steht die neue AIL Arena gleich hinter dem Stadion mehr oder weniger bereit. Der FC Lugano zügelt im Sommer in das neue Stadion. 61 Mal trafen der Innerschweizer FCL und der Tessiner FCL im Cornaredo aufeinander, meist siegte das Heimteam. Immerhin gelingt dem FC Luzern zum wohl letzten Mal ein Sieg im Cornaredo – es ist der 18. insgesamt. Nur wenn der FCL noch in die Top 6 kommt, gibt es eine kleine Chance auf eine Rückkehr ins Cornaredo. Ziemlich sicher hätte dann der FCL gegen Lugano ein Heimspiel.
Die Stimmung
«För Blau ond Wiss voraagoh» steht auf der Choreo der Luzerner Fans zum Start der Partie im Cornaredo. Rund 400 mitgereiste FCL-Fans begrüssen ihre Mannschaft mit einem imposanten Feuerwerk. Insgesamt ist die Atmosphäre im teilabgerissenen Cornaredo wenig prickelnd, 3385 Menschen sind bei der Partie dabei.
Die Noten
Ausblick
Für den FC Luzern geht es nun mit zwei Heimspielen an Sonntagen weiter. Am 15. März spielt der FCL zu Hause gegen den FC Winterthur, am 22. März gegen den FC Lausanne-Sport.
Das Telegramm
Lugano – Luzern 1:3 (0:1)
Cornaredo. – 3385 Zuschauende. – SR Kanagasingam. – Tore: 44. Vasovic 0:1. 50. Delcroix (Koutsias) 1:1. 63. Kabwit (Di Giusto) 1:2. 94. Di Giusto (Bajrami) 1:3.
Lugano: Von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Delcroix (78. Marques); Zanotti, Grgic (90. Kendouci), Bislimi (78. Pihlström), Cimignani (61. Mahmoud); Steffen; Behrens (46. Mahou), Koutsias.
Luzern: Loretz; Dorn, Freimann (77. Knezevic), Bajrami, Dantas Fernandes; Kabwit (84. Ottiger), Owusu (68. Winkler), Abe, Di Giusto; Vasovic, Grbic (77. Villiger).
Bemerkungen: Lugano ohne Dos Santos (gesperrt), Alioski und Cassano (beide verletzt) und Bottani (krank). Luzern ohne Ferreira (gesperrt), Löfgren, Spadanuda, von Moos und Zimmermann (alle verletzt). – 86. Pfostenschuss Vasovic. –Verwarnungen: 66. Freimann, 84. Villiger, 88. Bajrami, 93. Pihlström (alle Foul).

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