Der FC Lugano gewinnt zum Abschluss der Saison gegen den FC Basel 4:0 und sichert sich dadurch den dritten Platz und die damit verbundene Qualifikation für die Conference League. Ein würdiger Abschied vom Stadion Cornaredo.
75 Jahre war das Cornaredo die Heimstätte des FC Lugano. Diese Ära endet heute mit einem Schlussfeuerwerk. Die Luganesi liessen gegen einen FC Basel, für den es um nichts mehr ging, gar nichts anbrennen. Bereits nach einer guten halben Stunde führten sie 2:0. Beide Tore erzielte Kevin Behrens per Kopf (10. und 36.), die Flanke kam jeweils von Ezgjan Alioski. Jegliche Basler Hoffnungen wurden innerhalb von zehn Minuten mit einem Doppelschlag durch Renato Steffen (52.) und Georgios Koutsias (56.) endgültig zunichtegemacht. Ein passender Abschluss für eine aus Basler Sicht enttäuschende Saison.
Den Zuschauerinnen und Zuschauern blieb Zeit, um sich nicht nur von ihrem Stadion, sondern auch von ihrer Nummer 10 zu verabschieden. Mattia Bottani, der für die Bianconeri mehr als 400 Spiele absolviert hat, verlässt den Verein zum Ende der Saison und erhielt ab der 59. Minute seinen letzten Auftritt im Dienst der Tessiner.
Dank des Sieges kann Lugano im kommenden Herbst die Qualifikation zur Conference League in der neuen AIL Arena austragen. Diese wird vom Frauen-Nationalteam mit dem WM-Qualifikationsspiel gegen Malta am 5. Juni eingeweiht.
Young Boys verpassen versöhnlichen Abschluss
Im Fernduell um Europa trennen sich die Young Boys und der FC Sion unentschieden mit 3:3. Die Walliser müssen nun auf einen St. Galler Cupsieg hoffen, um in der nächsten Saison europäisch spielen zu dürfen.
Dabei hätte Sion unbedingt einen Sieg gebraucht, um sich noch Chancen auf den dritten Platz ausrechnen zu dürfen. Die Statistik sprach aber gegen die Walliser: In Bern gelang den Sittenern in den letzten 31 Partien nur ein Sieg. Und auch am Sonntag sollte es nicht sein.
Zwar gingen die Walliser nach einem schmeichelhaften Penaltypfiff und dem Treffer von Donat Rrudhani in der achten Minute früh in Führung. Doch die Young Boys konnten das Spiel dank den Toren von Dominik Pech (24.) und Samuel Essende (49.) drehen. Die Gäste steckten allerdings nicht auf. Winsley Boteli brachte die Hoffnung der Walliser auf einen Auswärtssieg mit dem Ausgleich in der 59. Minute zurück. Doch Alan Virginius' sehenswerter Treffer zum 3:2 nur sechs Minuten später war der eine Nackenschlag zu viel. Mehr als der schmeichelhafte Ausgleich für die effizienten Gäste in der Nachspielzeit durch Liam Chipperfield wollte nicht mehr gelingen.
Allerdings war dieses Ergebnis für die Tabelle schlussendlich nicht mehr relevant, da Lugano im besagten Parallelspiel gegen den FC Basel nichts anbrennen liess. Nun muss Sion hoffen, dass St. Gallen am Pfingstsonntag den Cup gegen Stade Lausanne-Ouchy gewinnt. Dann nämlich würde auch der 4. Platz zur Qualifikation für die Conference League berechtigen.
Auch für YB war das Spiel ein Abbild einer enttäuschenden Saison, mit dem Ergebnis, dass man zum ersten Mal seit zwölf Jahren nicht europäisch spielt.
Keine gelungene Cup-Hauptprobe für St. Gallen
In der dritten Begegnung trafen Meister Thun auf Vizemeister St. Gallen. Die Hauptprobe vor dem Cupfinal gelang den Ostschweizern eher mässig. Zwar starteten die «Espen» besser in die Partie und drückten auf den Führungstreffer, dafür belohnen konnten sie sich in der ersten Halbzeit indes nicht.
Nach dem Seitenwechsel war es dann doch soweit: Nach einem geblockten Querpass von Alessandro Vogt, der sein letztes Super-League-Spiel vor seinem Wechsel in die Bundesliga absolvierte, reagierte Corsin Konietzke am schnellsten und erzielte in der 65. Minute die verdiente Führung für die St. Galler. Die Führung sollte aber nicht lange Bestand haben.
Der Meister reagierte acht Minuten später: Michael Heule nahm im St. Galler Strafraum den Ball mit der Brust an und hämmerte ihn per Volley aus spitzem Winkel unter die Latte. Somit gelang den Thunern zum ersten Mal seit vier Spielen wieder ein Punktgewinn.




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