14 Jahre auf dem Eis sind genug. Wie Swiss Ice Skating bekannt gab, wird Ramona Härdi per Ende Saison die Schlittschuhe an den Nagel hängen. Eine der erfolgreichsten Schweizer Eisschnellläuferinnen tritt ab. Vor allem ihr Palmarès in Schweizer Wettkämpfen zeigen ihre Dominanz: 14 Schweizer Meistertitel und elf Schweizer Rekorde darf Härdi sich zugute schreiben. Aber auch international war sie eine Konstante in der Schweizer Delegation.

Härdi darf auf vier Welt- und drei Europameisterschaftsteilnahmen zurückblicken. Ihre besten Resultate im Einzel erzielte sie 2024 mit je einem siebten Rang an der Weltmeisterschaft in Calgary und der Europameisterschaft in Heerenveen, jeweils im Massenstart. Und auch im Eisschnelllauf-Weltcup machte sie von sich reden, gewann sie doch als erste Schweizerin überhaupt eine Medaille. Im Februar 2024 sicherte sich die gebürtige Aarauerin in Québec die Silbermedaille im Massenstart.
Dieser Grosserfolg war für Härdi bereits der zweite Medaillengewinn in dem Jahr. Zuvor konnte sie bereits bei den Europameisterschaften in Heerenveen gemeinsam mit Jasmin Güntert und Kaitlyn McGregor im Team Pursuit die Bronzemedaille gewinnen. Sie realisierten somit die erste Medaille für Schweizer Eisschnellläuferinnen an einer internationalen Meisterschaft.
Auch für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang und 2026 in Milano Cortina konnte sie sich qualifizieren. 2026 schaffte sie mit Kaitlyn McGregor die Finalqualifikation im Massenstart über 6400 Meter. Dort hielt sie gut mit und erreichte schlussendlich einen guten elften Rang. Das war auch das erste Mal, dass zwei Schweizerinnen in einem olympischen Final standen.
Durch ihre sportlichen Leistungen und ihre Präsenz im Team als zentrale Stütze trug sie in hohem Masse zu der Entwicklung des Eisschnelllaufs in der Schweiz bei. Auch neben dem Eis war sie als verlässliche Teamkollegin ein absoluter Gewinn für den Sport. Als sie nach den Olympischen Spielen in ihrer Wohngemeinde Möriken-Windegg feierlich empfangen wurde, liess sie bereits durchblicken, dass bald Schluss sein könnte. Sie schloss eine Teilnahme an Olympia 2030 praktisch aus und meinte, sie wolle ihre sportliche Karriere ausklingen lassen und sich neuen Aufgaben widmen.
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