Dolomiten Cup

Zwei Gegentore innert zwölf Sekunden: Der EV Zug muss sich im Final geschlagen geben

Im Halbfinal siegreich gegen Serienmeister Eisbären Berlin, resultiert im Final eine knappe Niederlage gegen Kometa Brünn. Jan Kovar und Sven Senteler heissen die EVZ-Torschützen.

Der neue EVZ-Trainer Lauri Marjamäki kehrte mit schönen Erinnerungen ins Südtirol zurück. Der Finne hatte vor zwei Jahren mit dem EHC Kloten den Dolomiten Cup gewonnen. Zwei Jahre danach hatte er die Möglichkeit, mit dem EV Zug den Turniersieg zu holen.

Am Ende zogen Marjamäki und Co. den Kürzeren. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel behielt Kometa Brünn die Oberhand. Mit einem 2:3-Rückstand startete der EV Zug ins Schlussdrittel, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Mehrere Spieler vergaben in den letzten zehn Minuten erstklassige Chancen.

Doppeltes Pech beklagte der EV Zug in der elften Minute: Innert 12 (!) Sekunden geriet er mit 0:2 ins Hintertreffen. Der Ursprung der Tore war beide Male kurios. Goalie Matia Birchler wurde zunächst von einem einfachen Querpass eines Tschechen zwischen den Schlittschuhen erwischt. Zwölf Sekunden später lenkte ein EVZ-Spieler einen Querpass ins eigene Tor ab. Ansonsten zeigte Birchler eine ruhige und abgeklärte Leistung. Der 19-Jährige ist eigentlich kommende Saison in die Swiss League an den EHC Visp ausgeliehen und reiste nur an den Dolomiten Cup, da die nominelle Nummer zwei, Mathieu Croche, erkrankt war. Torschützen beim EVZ waren die Stürmer Jan Kovar und Sven Senteler.

Die EVZ-Spieler Tobias Geisser (links) und Loris Wey.
Bild: Gioia Christen/EVZ

Den Finaleinzug sicherte sich der EV Zug tags zuvor dank eines 2:0-Erfolgs gegen den dominierenden Serienmeister aus Deutschland – die Eisbären Berlin. Auf Zuger Seite waren zwei Neuzugänge für die Siegsicherung besorgt. Verteidiger Jacob Moverare und Stürmer Chris Egli erzielten die Tore. Bereits im Testspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers erlebten drei Neulinge ihre Torpremiere: Rico Gredig, Vinzenz Rohrer und Eric Schneller. In sehr guter Verfassung präsentierte sich Goalie Leonardo Genoni, der nahtlos an seine Form aus der Heim-WM ansetzte.

Als nächster Test steht nun der Lehner Cup in Sursee auf dem Programm. Am Donnerstag (19.30 Uhr) duellieren sich die Zuger mit Motor Ceske Budejovice aus Tschechien. Am Samstag (17 Uhr) kommt es zum Kräftemessen mit den Nürnberg Ice Tigers.

EV Zug - Brünn 2:3 (0:2, 2:1, 0:0)
Tore:
10. (09:43) Witkowski (Ilomäki) 0:1. 10. (09:55) Mikyska (Zboril) 0:2. 31. (30:00) Kovar (Guerra) 1:2. 31. (30:52) Pospisil (Zboril, Svozil) 1:3. 34. Senteler (Bengtsson) 2:3.
EV Zug: Birchler; Sklenicka, Diaz; Guerra, Bengtsson; Geisser, Schneller; Stadler, Balestra; Hofmann, Rohrer, Gredig; Kubalik, Kovar, Wingerli; Petrovic, Senteler, Wey; Lindemann, Egli, Antennen.
Bemerkungen: Zug ohne Croce (krank), Tatar (abwesend), Moverare, Antenen, Leuenberger (alle überzählig), Riva, Künzle, Martschini (alle verletzt).

EV Zug - Eisbären Berlin 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
Tore: 13. Moverare (Wey) 1:0. 59. Egli (Leuenberger, Petrovic/ins leere Tor) 2:0.
EV Zug: Genoni; Sklenicka, Diaz; Geisser, Schneller; Moverare, Bengtsson; Stadler, Balestra; Hofmann, Rohrer, Tatar; Kubalik, Kovar, Wingerli; Gredig, Senteler, Wey; Petrovic, Egli, Leuenberger; Antenen.
Bemerkungen: Zug ohne Croce (krank), Guerra, Lindemann (beide überzählig), Riva, Künzle, Martschini (alle verletzt).

1. Kometa Brünn
2. EV Zug
3. Eisbären Berlin
4. Augsburg Panther

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