Die Meldung am Freitagvormittag kam aus heiterem Himmel: Esmée Böbner tritt vom Spitzensport zurück – mit 24 Jahren. Die Schweizer Meisterschaften auf dem Bundesplatz in Bern Ende August werden das letzte offizielle Turnier für die Beachvolleyballerin sein. In der Mitteilung von Swiss Volley begründet sie ihren Entschluss wie folgt: «Die Entscheidung war ein andauernder Prozess, der zum Schluss führte, dass mein Feuer nicht mehr für den Spitzensport brennt. Für mich ist dies jedoch essenziell, um sich täglich zu Höchstleistungen zu motivieren.» Ihre Aufmerksamkeit gilt nun ihrem Studium im Gesundheitsbereich.
Wird ihre bisherige Spielpartnerin Zoé Vergé-Dépré bald mit Schwester Anouk ein neues Duos bilden? Darüber werden die nächsten Wochen Aufschluss geben. Laut Verband werden neue Teamformationen diskutiert.
Seit 2017 bilden die Entlebucherin Böbner und die Bernerin Vergé-Dépré ein Team. Ihre gemeinsame Entwicklung auf Weltspitzen-Niveau, zahlreiche Erfolgsmomente und eine langjährige Freundschaft haben die Entscheidung für Böbner erschwert, wie sie deutlich macht: «Zoé ist für mich mehr als eine Teamkollegin. Zusammen haben wir uns zu einer Einheit auf dem Feld entwickelt, ich konnte aber auch abseits immer auf eine vertraute Freundin zählen.»
Böbner kann auf ihre bisher erfolgreichste Saison zurückblicken: Gemeinsam mit Vergé-Dépré erreichte sie bei Olympia in Paris den Viertelfinal und sicherte sich ein Olympisches Diplom. Nur eine Woche später erkämpften sich Böbner und Vergé-Dépré die Bronzemedaille an den Europameisterschaften in den Niederlanden. Böbner und Vergé-Dépré sind ausserdem zweifache Vize-Schweizermeisterinnen und visieren zum Abschluss ihrer gemeinsamen Karriere den Schweizermeisterinnen-Titel an. (pz)


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