Dabei schien früh alles auf einen historischen Abend für Arsenal hinauszulaufen. Kai Havertz brachte die Londoner bereits in der 6. Minute nach einem missglückten Klärungsversuch der Pariser Defensive in Führung. Der deutsche Nationalspieler reagierte am schnellsten und versenkte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. Für Havertz war es bereits der zweite Treffer in einem Champions-League-Final.

Die Führung spielte den Engländern in die Karten. Arsenal konzentrierte sich in der Folge vor allem auf die Defensivarbeit und liess den Titelverteidiger zwar den Ball laufen, hielt ihn aber lange von gefährlichen Abschlüssen fern. PSG kam zeitweise auf deutlich mehr Ballbesitz, fand aber gegen die Arsenal-Abwehr kaum Lösungen.
Dank Penalty zum Ausgleich
Erst nach dem Seitenwechsel konnte Paris den Druck spürbar erhöhen. Die Bemühungen der Franzosen wurden in der 65. Minute belohnt. Nach einem Foul von Cristhian Mosquera an Chwitscha Kwarazchelia entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Ousmane Dembélé übernahm die Verantwortung und netzte zum 1:1 ein.
In der Schlusspartie drängten die Franzosen auf den Entscheid. Kwarazchelia traf den Posten und die weiteren Chancen blieben ebenfalls ungenutzt. Arsenal überstand die Druckphase und rettete sich in die Verlängerung. Dort entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften den Sieg nicht erzwingen konnten.

Der Entscheid fiel deshalb im Penaltyschiessen. Dort verwandelte Paris vier seiner fünf Versuche und Arsenal vergab mit drei der fünf Versuchen die Chance auf den Titel. Damit durfte PSG über den zweiten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte jubeln und über die erfolgreiche Titelverteidigung - etwas, was bisher nur Real Madrid gelang. «Es fühlt sich besser an als im Vorjahr, weil wir vor dem Spiel wussten, wie schwer es gegen Arsenal werden wird», sagt PSG-Trainer Luis Enrique. Auch Dembélé freut sich über den Sieg: «Es ist eine grossartige Nacht. Wir haben die gesamte Saison hart gearbeitet, um die Titelverteidigung zu schaffen.»
Für die Mannschaft von Trainer Mikel Areta blieb dagegen die Enttäuschung. Auch dem Captain Declan Rice ist der Frust ins Gesicht geschrieben, hat aber trotzdem ein paar positive Worte: «Es ist verheerend, den Champions-League-Final im Penaltyschiessen zu verlieren. Es war eine unglaubliche Saison, unser 63. Spiel heute. Wir haben absolut alles gegeben bis hierher. Auch die besten Mannschaften haben dort verloren. Wir gewinnen gemeinsam, und wir verlieren gemeinsam.» Trotz Meistertitel in England und einer starken Europacup-Saison müssen die Gunners weiter auf ihren ersten Triumph in der Champions League warten.
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