Federico Valverde sei Dank! Der Offensivspieler verhinderte am Wochenende mit seinem Treffer gegen Celta Vigo die nächste Blamage von Real Madrid. Immerhin einen 2:1-Auswärtssieg setzte es für die Königlichen in extremis ab. Doch nun wartet der nächste Gegner in hellblauen Trikots. Und der ist von ungleich anderem Kaliber als Vigo: Manchester City.
Seit 2022 treffen die beiden Mannschaften in der Champions League jedes Jahr aufeinander. Meistens in entscheidenden Runden. In dieser Saison kommt es aber zu einem Novum: Die beiden Schwergewichte des europäischen Fussball trafen bereits Mitte Dezember in der Liga-Phase aufeinander. Real Madrid musste sich im Heimspiel trotz Führung mit 1:2 geschlagen geben und verpasste somit wichtige Punkte im Kampf um die direkte Achtelfinal-Qualifikation.
Seit der Niederlage gegen die «Cityzens» ist bei den Königlichen keine Ruhe eingekehrt. Auch nach der Entlassung von Trainer Xabi Alonso, welcher beim Duell im Dezember noch auf der Bank platzgenommen hatte, kassieren die Spanier immer wieder empfindliche Niederlagen: das Cup-Out beim unterklassigen Albacete, die Champions-League-Niederlage in Lissabon oder die Heimpleite in der Liga gegen das neuntplatzierte Getafe.
Trainer-Diskussion, Verletztenliste und Hitzkopf «Vini»
Alvaro Arbeloa, der neue Mann an der Seitenlinie, konnte Real somit nicht auf die Erfolgsspur zurückführen. Im Gegenteil: Für den neuen Trainer, der seit Januar im Amt ist, wird die Luft immer dünner. Sollte man bereits in den Achtelfinals der Champions League die Segel streichen müssen, dürfte es für den ehemaligen Real-Profi eng werden – zumal der Rückstand in der Liga auf Leader Barcelona vier Punkte beträgt.
Eine Erklärung für die fehlende Konstanz dürfte auch die Verletztenliste sein. Auf diese Liste gesellen sich regelmässig wichtige Stützen dieser Mannschaft. Aktuell sind es mit Eder Militao, Rodrygo und Jude Bellingham drei Startelf-Kandidaten. Auch Superstar Kylian Mbappé der bereits seit längerer Zeit mit einer Knieverletzung zu kämpfen hat, ist fraglich für das Hinspiel im heimischen «Bernabeu» gegen Manchester City.
Und dann wäre da noch Vinicius Junior. Ein Spieler, der unbestritten zu den Besten der Welt gehört, aber häufig mit seinem Verhalten für negative Schlagzeilen sorgt. Meistens ist der Brasilianer nicht weit entfernt, wenn die Emotionen auf oder neben dem Platz hochkochen. Wie vor drei Wochen in Lissabon, als er nach seinem provozierenden Torjubel von einem Gegenspieler rassistisch beleidigt wurde.
Wendet Real alten Bayern-Psycho-Trick an?
In solch grossen Duellen können auch psychologische Aspekte entscheidend sein. So hörte man in der Vergangenheit beispielsweise vor Bundesliga-Spitzenspielen, dass Bayern München an Leistungsträgern von Borussia Dortmund interessiert sein soll. Das kann zu grossen Diskussionen rund um einen Klub führen.
Diesen Weg scheinen nun auch die Spanier einschlagen zu wollen. Wenige Tage vor dem Hinspiel-Kracher gegen Manchester City kursieren Gerüchte durch die Fussballwelt, dass die Madrilenen den spanischen Mittelfeldspieler Rodri verpflichten möchten. Ausgerechnet Rodri, Lenker und Denker im Spiel von Pep Guardiolas Mannschaft.
Wird sich Manchester City von solchen Meldungen aus der Ruhe bringen lassen, hat sich Vinicius Junior unter Kontrolle und muss Real-Trainer Arbeloa um seinen Job bangen? Die Antworten werden am Mittwoch ab 21.00 Uhr aus Madrid geliefert.

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