Schwingen

Brand im Elternhaus der Odermatt-Brüder: Schwingerfamilie sammelt über 80'000 Franken

Das Elternhaus von Adrian und Jonas Odermatt ist in der Nacht auf Samstag abgebrannt. Nun helfen Schwingerkollegen mit Spenden und grosser Solidarität beim Neustart.

In der Nacht auf Samstag brannte in Liesberg ein Einfamilienhaus. Nun wird klar: Es handelte sich um das Elternhaus der beiden Baselbieter Spitzenschwinger und Brüder Adrian und Jonas Odermatt. Auf Instagram schreibt Adrian Odermatt: «Vielen Dank für die grosse Anteilnahme und die Unterstützung nach dem schrecklichen Brand in meinem Elternhaus.»

Für die Familie wurde auf der Unterstützungsplattform GoFundMe eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Dabei zeigt sich die Schwingerfamilie äusserst solidarisch. Bereits über 80'000 Franken kamen zusammen. Adrian Odermatt schreibt: «Wir sind für jede Unterstützung und jedes Teilen des Aufrufs sehr dankbar. Vielen Dank an alle, die an uns denken.»

Viele Schwingerkollegen wurden bereits aktiv und haben den Aufruf auf ihren Kanälen geteilt. Doch dabei blieb es nicht. Wer sich die Liste der Unterstützer anschaut, findet zahlreiche Schwinger unter den Spendern. Und auch ehemalige Grössen des Sägemehlsports zeigten sich solidarisch. Mit solchen Aktionen zeigt der Schwingsport eindrücklich, dass der oft propagierte Zusammenhalt im Nationalsport mehr als nur eine Floskel ist.

Die Brüder waren beim Umbau im Sommer dabei

Im Sommer hat die Familie Odermatt den elterlichen Bauernbetrieb umgebaut. Die Brüder Adrian und Jonas Odermatt halfen in jeder freien Minute mit, den alten Stall abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen. Dem «Blick» erklärte Adrian Odermatt, der nicht mehr zu Hause wohnt, er wolle seinen Eltern damit auch etwas zurückgeben: «Sie haben unglaublich viel für mich gemacht. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.»

Der Neubau wurde durch den Brand nicht beschädigt. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf den Stall verhindern. Personen kamen beim Unglück keine zu Schaden. Durch den Brand verlor Adrian Odermatt ein grosses Stück Heimat. Im Blick sagte er über sein Leben als Kind: «Wir hatten unglaublich viel Platz zum Spielen, gingen oft in den Wald und konnten ständig etwas unternehmen. Es war richtig toll.» Dank der grosszügigen Spenden soll nun ein Neustart zumindest möglich werden.

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