Tennis

Das war’s für «Stan the Man»: Wawrinkas letzter Auftritt in New York

Drei Grand-Slam-Titel, Platz 3 der Weltrangliste und ein Davis-Cup-Sieg: Stan Wawrinkas grosse Karriere neigt sich dem Ende zu. An den US Open verabschiedet er sich nun von der Grand-Slam-Bühne.

Noch einmal die einhändige Rückhand, noch einmal der Kampfgeist, für den ihn die Tenniswelt bewundert: Stan Wawrinka hat an den US Open das letzte Grand-Slam-Spiel seiner Karriere bestritten. Der 41-Jährige unterlag in der ersten Runde dem Italiener Matteo Berrettini mit 0:3 nach Sätzen.

Das deutliche Resultat täuscht zumindest über die ersten beiden Sätze hinweg. Wawrinka bot der Weltnummer 43 lange die Stirn und hatte sogar seine Chancen. Beide Durchgänge waren hart umkämpft und gingen erst ganz am Ende an Berrettini. Danach schwanden beim Romand die Kräfte. Im dritten Satz brachte er kein Game mehr ins Trockene. «Ich wollte bis an die Grenze gehen und dieses Jahr ist diese Grenze erreicht», äusserte sich Wawrinka nach der Partie.

Damit endete Wawrinkas Grand-Slam-Karriere ausgerechnet dort, wo er vor zehn Jahren seinen letzten grossen Titel gefeiert hatte. 2016 bezwang er im Final Novak Djokovic und gewann seinen dritten Grand-Slam-Titel. Zuvor hatte er bereits 2014 bei den Australian Open und 2015 bei den French Open triumphiert. 2014 gewann er zudem gemeinsam mit Roger Federer und dem Schweizer Team erstmals den Davis Cup.

In seiner besten Zeit stiess Wawrinka bis auf Platz 3 der Weltrangliste vor. Nach seinem letzten Auftritt in New York wurde er auf dem Platz gebührend verabschiedet. «Ich werde das sehr vermissen», sagte er sichtlich bewegt. Ende Saison beendet Wawrinka seine Karriere.

Djokovics Körper streikt

Und auch für Wawrinkas Finalgegner von 2016 lief es an diesem Turnier nicht. Novak Djokovic scheiterte überraschend bereits in der ersten Runde am Argentinier Mariano Navone. Der Serbe kämpfte mehr denn je mit seinem Körper, der ihm immer grössere Probleme bereitete. Er musste sich übergeben, wurde von Krämpfen geplagt und klagte über Rücken- und Schulterbeschwerden. Er übergab sich in einer Ecke und brach auf dem Platz in Tränen aus. «Mein ganzer Körper beginnt zusammenzubrechen», sagte der 24-fache Grand-Slam-Sieger danach.

Auch für die weiteren Schweizerinnen verlief der Auftakt enttäuschend. Viktorija Golubic verlor gegen Diane Parry 5:7, 4:6. Simona Waltert musste sich Nadia Podoroska trotz gewonnenem Startsatz mit 6:4, 6:7, 3:6 geschlagen geben.

Belinda Bencic hatte bereits vergangene Woche für Schweizer Schlagzeilen gesorgt. Gemeinsam mit Flavio Cobolli erreichte sie im Mixed den Final, musste sich dort aber geschlagen geben. Auf ihren ersten Einsatz im Einzel musste die 29-Jährige am Dienstag hingegen länger als geplant warten: Regen verzögerte ihre Partie gegen Yulia Putintseva mehrfach.

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