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Unteriberg

Wendy Holdener besucht ihre Baustelle

Eine beneidenswerte Aussicht wird Wendy Holdener in ihrer neuen Überbauung haben. Das zeigt ein aktuelles Bild auf Social Media.
In Krücken besuchte Wendy Holdener (rechts) den Rohbau.
Bild: Instagram

«My own apartment in the making», schwärmt Wendy auf Instagram. In Unteriberg baut die Slalomspezialistin 11 Wohnungen, eine davon will sie Ende dieses Jahres selbst beziehen. Das Online-Bild lässt erahnen, wie toll die Aussicht sein wird. «Wichtig immer die Berge zu sehen», meint denn auch ein Fan auf Wendys Insta-Kanal.

Die 30-jährige Bauherrin hat im Moment Zeit, sich ihrem Projekt zu widmen. Nach einem Trainingssturz fällt sie mehrere Wochen aus. Nach einer Operation an ihrem linken Sprunggelenk muss sich die Ybrigerin weiterhin gedulden. Ein Start in diese Saison ist derzeit ungewiss.

Ende 2022 wurde öffentlich, dass Wendy Holdener zusammen mit Familienangehörigen in ihrer Heimat ein Bauprojekt mit insgesamt elf Wohnungen realisieren will. Mindestens drei Wohnungen sollen von der Bauherrenschaft selber genutzt werden, der Rest wird vermietet.

Das Projekt kommt an, wie ein Blick auf die Homepage damals zeigte. Bis auf eine waren vor Kurzem bereits alle Wohnungen reserviert. Die leicht erhöhte Wohnlage in einem modern gestalteten Neubau, in dem die höchsten Klima- und Technikstandards eingebaut wurden, zieht.

Wer sich in den Restaurants im Ybrig umhört, vernimmt aber auch weniger Schönes. «Ja, ja. Für Wendy wird eine Ausnahme gemacht», heisst es. Grund ist das Baureglement der Gemeinde Unteriberg. Es untersagt den Bau von Flachdächern, ausser es gibt eine Ausnahmegenehmigung. «Flachdachbauten sind nur in Ausnahmefällen gestattet», heisst es da in Artikel elf, Absatz drei. Und dies, obwohl es schon vereinzelte Fachdächer auf Gemeindegebiet gibt – allerdings ältere.

Eine Ausnahmebewilligung konnte sich nun die schnelle Skifahrerin zusammen mit der Sambucus Architektur Unteriberg ergattern. Der Weg dorthin war aber alles andere als einfach, wie dem Protokoll des Gemeinderates zu entnehmen ist, in das der «Bote» aufgrund des Öffentlichkeitsprinzips Einblick haben konnte.

Aufgrund dieses negativen Entscheids führte Hanspeter Hohl mit der Sambucus ein «persönliches Gespräch». Mit positiven Folgen für die Holdeners. Die Bauherrschaft verwies auf das Baureglement, «dass in ausserordentlichen Fällen eben ein Flachdach möglich» ist.

Am 24. Februar beriet die Baukommission erneut und entschied, «aufgrund des Standortes (das Haus kommt am Dorfrand und nicht in der Kernzone zu stehen), dass ein Flachdach möglich ist». Am 15. September wurde von der Bauherrschaft daraufhin ein «Gesuch um einen anfechtbaren Vorentscheid eingereicht».

Neben der Randlage und der gesetzlichen Möglichkeit wurde auch damit argumentiert, dass ein Flachdach «sogar besser» in die Landschaft passe. gh

 

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