Am Donnerstag rückte die Feuerwehr Gemeinde Arth um 11.30 Uhr wegen einer Rauchentwicklung in einer Tiefgarage im Gebiet Georgsmatt in Arth aus. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte kein offenes Feuer fest, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz vom Donnerstagnachmittag. Und weiter: «Der Ursprung der Rauchentwicklung konnte in einem angrenzenden Hobbyraum lokalisiert werden.»
Nachdem der Rauch eingedämmt worden war, musste die Feuerwehr die Tiefgarage über längere Zeit lüften. Spezialisten der Kantonspolizei Schwyz haben die Brandursache untersucht. Dabei steht laut Polizeiangaben ein technischer Defekt an Akkugeräten im Vordergrund.
Was tun, wenn ein Akku in Brand gerät?
Wenn daheim, sei es in der Tiefgarage oder irgendwo, ein Akku, etwa ein Lithium-Ionen-Akku, in Brand gerät, ist schnelles und überlegtes Handeln entscheidend, da sich solche Brände extrem rasch entwickeln und hochgiftige Gase freisetzen. An erster Stelle steht dabei immer der Schutz des eigenen Lebens.
Sobald Sie Rauch, Funken oder Flammen bemerken, sollten Sie als allererstes die Feuerwehr über die Notrufnummer 118 alarmieren und explizit darauf hinweisen, dass ein Lithium-Ionen-Akku brennt. Atmen Sie den entstehenden Rauch unter keinen Umständen ein. Wenn das Gerät bereits stark brennt oder sich dichter Rauch im Zimmer ausbreitet, verlassen Sie sofort die Wohnung, schliessen Sie die Türen zum Brandraum, um das Feuer und die Gase einzudämmen, und bringen Sie alle Mitbewohner in Sicherheit.
Sollte es sich um einen ganz kleinen Entstehungsbrand handeln, beispielsweise bei einem Smartphone oder einem kleinen Werkzeugakku, und Sie können sich gefahrlos nähern, ist reichlich Wasser das beste Löschmittel. Wasser kühlt den Akku am effektivsten herunter und stoppt die Kettenreaktion im Inneren, das sogenannte «thermisches Durchgehen». Sie müssen den Brandherd jedoch mit sehr grossen Mengen Wasser fluten, um einen echten Kühleffekt zu erzielen. Herkömmliche Löschdecken sind ungeeignet, da brennende Akkus den für die Verbrennung nötigen Sauerstoff selbst erzeugen. Falls das rauchende Gerät noch gefahrlos transportiert werden kann, bringen Sie es sofort ins Freie auf eine feuerfeste Unterlage.
Nachdem ein solcher Akku gelöscht wurde, ist die Gefahr noch nicht vorbei, da sich die Zellen selbst Stunden später wieder entzünden können. Gelöschte oder beschädigte Geräte müssen daher im Freien in einem mit Wasser gefüllten Gefäss, idealerweise aus Metall, gelagert werden, bis sie sicher entsorgt werden können. Bei grösseren Akkus, wie jenen von E-Bikes, sollten Sie auf eigene Löschversuche verzichten und dies komplett der Feuerwehr überlassen. gh

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