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Kanton Schwyz

Verband von der Regierung zuerst nicht gern gesehen: «Wir bekamen viel Gegenwind»

Am Mittwochabend feierte der Verband Schwyzer Gemeinden und Bezirke in Einsiedeln sein 20-jähriges Bestehen.
Von links: Irène May, Gemeindepräsidentin Ingenbohl, Mathias Zopfi, Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbands, Landammann Michael Stähli und der Präsident des VSZGB, Martin Wipfli.
Bild: Robert Betschart

Die 20. Generalversammlung des Verbands Schwyzer Gemeinden und Bezirke (VSZGB) im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben in Einsiedeln stand ganz im Zentrum dessen 20-jährigen Bestehens. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der Schwyzer Gemeinden und Bezirke waren anwesend, daneben geladene Gäste wie Landammann Michael Stähli, Alt-Regierungsrat Kaspar Michel oder Sicherheitsdirektor Xaver Schuler. Die Tische waren festlich gedeckt, es herrschte eine feierliche Atmosphäre.

Am 23. Juni 2005 wurde der Verband von Vertretern und Vertreterinnen der Kommunalpolitik im Kanton Schwyz gegründet und sollte in erster Linie die Interessen der Schwyzer Gemeinden und Bezirke gegenüber dem Kanton und der Öffentlichkeit vertreten, erklärte Präsident Martin Wipfli. «Ich kann mir vorstellen, dass zu Beginn grosse Herausforderungen und viel Arbeit auf die Gründungsmitglieder zukamen.» Dies bestätigte in einer anschliessenden Podiumsdiskussion auch Hedy Jager, Mitbegründerin und ehemalige Präsidentin des Verbands. «Wir bekamen zuerst viel Gegenwind aus dem Justizdepartement», sagte sie. Doch der Verband etablierte sich rasch und ist heute als Schnittstelle zwischen der Regierung und den Gemeinden kaum mehr wegzudenken.

Martina Joller (von links), Markus Hauenstein und Hedy Jager während einer kurzen Podiumsdiskussion.
Bild: Robert Betschart

Von vielen Seiten der Gemeinden und Bezirke wurde die Zusammenarbeit mit dem Regierungsrat gerühmt. «Ich möchte der Regierung sagen, dass wir uns ernst genommen fühlen. Wir können den Regierungsrat jeweils direkt anreden», sagte Wipfli. Landammann Michael Stähli gab das Lob zurück und betonte in seiner Rede, wie wichtig die persönlichen Kontakte und die lokale Vernetzung seien.

So hilft der Verband konkret

Doch wo hilft der Verband eigentlich im politischen Prozess? Die Gemeinden können via Verband ihre Bedürfnisse besser und schneller dem Kanton, sprich der Regierung, übermitteln. Dieser wiederum kann beispielsweise Vernehmlassungen, also Entwürfe von Gesetzen, zuerst dem Verband vorlegen, bevor sie ein erstes Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Verband gibt dann ein Feedback aus der Sicht der Gemeinden ab, und die Regierung kann allenfalls noch Anpassungen vornehmen.

Die 20. Generalversammlung des Verbands Schwyzer Gemeinden und Bezirke fand im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben in Einsiedeln statt.
Bild: Robert Betschart

Ein Grusswort an den Verband richtete zudem Mathias Zopfi, Ständerat des Kantons Glarus und Präsident des Schweizerischen Gemeindeverbands. Er sagte prägnant: «Die Gemeinde ist die Mutter des Vaterlands», und strich damit die Wichtigkeit der Gemeinden heraus.

Rechnung wurde einstimmig angenommen

Der formale Teil der Generalversammlung wurde im Eiltempo über die Bühne gebracht. Die Rechnung des VSZGB schloss mit einem Gewinn von 37’059 Franken ab. Die Mehreinnahmen stammten vor allem aus den Seminaren, die der Verband jeweils anbietet. Die von René Schellenberg vorgestellte Rechnung wurde einstimmig angenommen. Wiedergewählt im Vorstand wurden Thomas Kohler (Präsident Fachgruppe Informatik) und Stefan Vogt (Präsident Fachgruppe Raum und Umwelt).

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