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Steinen

Unermüdlicher Schaffer: Alfons Bürgler feiert 90. Geburtstag

Der Kanton Schwyz, seine Wohngemeinde Steinen, Freunde und die Familie feierten am Freitagabend einen ihrer profiliertesten Künstler: Alfons Bürgler beging seinen 90. Geburtstag.
Marie-Theres Ming vom Verein Baumfiguren-Kabinett Alfons Bürgler überbrachte dem Jubilar eine Geburtstagstorte.
Bild: Erhard Gick
Gemeindepräsident Paul Betschart (rechts) gratulierte dem bekanntesten Kulturschaffenden von Steinen Alfons Bürgler zum 90. Geburtstag.
Bild: Erhard Gick
Hier fühlte sich der Jubilar wohl, umgeben von seiner Familie und vielen Freunden.
Bild: Erhard Gick
Alfons Bürgler mit einem kleinen Ausschnitt seines künstlerischen Schaffens.
Bild: Erhard Gick

In einer bewegenden Würdigung zeichnete Franz-Xaver Risi, bis Ende letzten Jahres kantonaler Kulturbeauftragter, den Weg eines Mannes nach, der die regionale Kunstwelt über Jahrzehnte massgeblich geprägt hat – Alfons Bürgler. Mit einer beeindruckenden Präsenz in der kantonalen Sammlung und einer unbändigen Schaffenskraft gilt der in Steinen wohnhafte Künstler als Institution.

Am Freitagabend liess er sich in seiner von ihm geschaffenen «Werkstatt der Kultur», dem Baumfiguren-Kabinett, feiern. Der seit Jahren in Steinen wohnhafte Illgauer feierte bei bester Gesundheit seinen 90. Geburtstag. Über 200 seiner Freunde und seine Familie gratulierten. Glückwünsche überbrachte auch Steinens Gemeindepräsident Paul Betschart im Namen seiner Wohngemeinde und des Gemeinderates. «Seine unermüdliche Schaffenskraft ist weit über unsere Gemeindegrenze hinaus bekannt, und seine Künste finden Anklang, das sieht man daran, wie begehrt seine Werke sind», sagte Paul Betschart.

Eine konsequente künstlerische Entwicklung

Franz-Xaver Risi würdigte das Werk von Alfons Bürgler und hielt in seiner Geburtstagslaudatio auch Rückblick auf den künstlerischen Werdegang Bürglers. « Dabei war sein Weg nicht vorgezeichnet», meinte Risi. «Ursprünglich war Alfons Bürgler mit dem Ziel angetreten, Pfarrer zu werden, er entschied sich nach dem Abbruch des Gymnasiums zunächst für eine Schneiderlehre. Doch die Malerei, die er sich anfangs autodidaktisch aneignete, liess ihn nie los», sagte Risi. Es folgte eine konsequente künstlerische Entwicklung: Von der gegenständlichen Auslegung über die Abstraktion bis hin zu seinen berühmten «Körperschriften» erfand sich Alfons Bürgler immer wieder neu, so der Laudator.

Ein besonderer Meilenstein ist das Baumfiguren-Kabinett. Aus zufällig in der Natur gefundenen Ästen schuf Bürgler einen faszinierenden Kosmos menschenähnlicher Skulpturen. Diese Werke, die Naturkraft mit künstlerischem Schalk und der Leidenschaft für den Tango verbinden, zeugen von tiefer Ehrfurcht vor der Schöpfung. «Alfons Bürglers Werk zeichnet sich durch enorme Wandlungsfähigkeit und Materialvielfalt aus – von Öl über Aquarell bis hin zu Asphalt und Asche. Neben seinem Schaffen engagierte er sich stets als Kurator und Kunstvermittler. Wer sein Lebenswerk entdecken will, hat bald Gelegenheit dazu: Im März findet in der Galerie Meier in Goldau eine grosse Retrospektive statt», schloss Franz-Xaver Risi. Im Anschluss an die Würdigung wurden durch Bürglers Freund Karl Schönbächler 70 Werke des Künstlers versteigert. Der Erlös ging an den Verein Baumfiguren-Kabinett Alfons Bürgler.

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