Gemeinsam mit seiner Mutter besuchte Kevin G. am 17. Oktober das Konzert der Punkband Krawallbrüder in Tuggen. Der 27-Jährige stammt aus Thüringen und reiste für den Abend an, wie der « Blick » schreibt. Seine Mutter lebt in der Schweiz.
Zur Schlägerei kam es laut dem Bericht, weil eine Gruppe Rechtsextremer mit Hitlergrüssen und Rempeleien provozierte. Nachdem der DJ ein Lied der Rechtsrockband Landser aufgelegt hatte, erhielt Kevin G. einen Schlag ins Gesicht. Er wurde mit einem Rettungshelikopter in ein ausserkantonales Spital geflogen, wo er verstarb.
Der 42-jährige Schweizer Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen vorsätzlicher Tötung. Er soll dem in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerk Blood and Honour angehören.
Blick berichtet unter Berufung auf einen Bekannten, dass Kevin G. ein unpolitischer Mensch war – weder links noch rechts. An dem Abend soll es mehrmals zu Schlägereien im Eventlokal gekommen sein, bei denen auch Unbeteiligte verletzt wurden.
Angehörige sammeln Geld auf Spendenplattform
Die Familie von Kevin G. sammelt nun auf einer Spendenplattform Geld für die Überführung seiner Leiche nach Deutschland sowie für die Beerdigung. Die Angehörigen schreiben: «Nach dem Konzert bei einer Aftershowparty in der Schweiz kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen anderen Personen. In diesem Zusammenhang wurde Kevin im Gesicht getroffen und brach unmittelbar bewusstlos zusammen.»
Weil seine Mutter in der Schweiz wohnt, soll er sich regelmässig hier aufgehalten haben – etwa bei einem Metallica-Konzert in Zürich im Mai. «Ein Mensch, der noch so viel vor sich hatte», schreiben die Angehörigen auf der Spendenwebseite. «Ein Sohn, ein geliebter Mensch und Teil einer Familie, die nun mit einem Verlust leben muss, für den es kaum Worte gibt.» Die Anteilnahme ist gross. Über 5000 Franken kamen bereits zusammen. (vk)


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