Wie die Stoosbahnen am Dienstagmorgen auf ihrer Webseite mitteilten, war die Standseilbahn vom Schlattli auf den Stoos unterbrochen. Man sprach online von einem «betrieblichen Unterbruch», ohne Details zu nennen. Dem Vernehmen nach gab es ein Problem mit der Ansteuerung der Kabinen.
Auf Anfrage hiess es bei den Stoosbahnen, an der Behebung einer technischen Störung der Steuerung seien das eigene Technikteam als auch externe Fachleute beteiligt gewesen. Bei der Talstation der Bahn wies man mit einem schriftlichen Aushang auf die Panne hin und verwies auf die Fahrten der Seilbahn. Der restliche Winterbetrieb auf dem Stoos lief plangemäss.
Die Fahrten und somit auch der Fahrplan der Standseilbahn wurden temporär von der Luftseilbahn Morschach–Stoos übernommen. Es lief ein Shuttlebetrieb zwischen den beiden Talstationen. Trotz des kurzfristig aufgezogenen Ersatzangebots war es so, dass die Seilbahnkabinen nicht die Kapazität der Standseilbahn hatten.
Die Bahn im Schlattli kann stündlich bis zu 1500 Fahrgäste befördern, bei der Seilbahn sind es 150 Passagiere pro Stunde. Es kam erwartungsgemäss zu Engpässen. Ein Leserfoto zeigt die lange Menschenschlange am Dienstagmorgen bei der Talstation der Seilbahn in Morschach.
Laut Stoos-Webseite war für die Wintersportlerinnen und -sportler am Morgen mit Wartezeiten bis zu 90 Minuten zu rechnen, gegen Mittag reduzierte sich die Wartezeit auf etwa 60 Minuten.
Vor dem Mittag war beobachtet worden, wie die Standseilbahn wieder berg- und talwärts unterwegs war. Es handelte sich zunächst um Testfahrten, und die waren offenbar erfolgreich verlaufen waren. Ab 12.40 Uhr lief der Bahnbetrieb wieder regulär.
An einem durchschnittlichen schönen Tag unter der Woche finden sich meist zwischen 1500 und 2500 Gäste im autofreien Bergdorf ein. Wenn das Wetter jedoch am Wochenende oder während der Skiferien perfekt ist, steigen diese Zahlen massiv an. An solchen Spitzentagen werden regelmässig zwischen 4000 und 5000 Personen gezählt, die mit den Bergbahnen in das Gebiet transportiert werden.
Zu den Tagesgästen kommen noch die Übernachtungsgäste hinzu, da das Dorf über etwa 2500 Gästebetten verfügt. Wenn diese voll belegt sind und gleichzeitig Tausende von Tagestouristen anreisen, erreicht das Gebiet seine Kapazitätsgrenze. An absoluten Rekordtagen, wie sie beispielsweise an sonnigen Wochenenden im Februar vorkommen, kann die Zahl der Ersteintritte an den Liften sogar die Marke von 5000 überschreiten.






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