Der heutige Volksentscheid war nicht unbedingt in dieser Deutlichkeit erwartet worden. Auf kantonaler Ebene war die Gesamtvorlage zu Realisierung des Kaltbach-Grossprojekts letzten Herbst zwar knapp gutgeheissen worden, in der Gemeinde Schwyz hatte es damals aber mit 2717 zu 3208 Stimmen ein Nein abgesetzt. Unter anderem machte man sich Sorgen, was mit dem bisherigen Standort an der Bahnhofstrasse mitten in Schwyz passieren wird.
Bei der heutigen Abstimmung ging es nur noch um die Frage, ob auch die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz ihr Lokal in den Kaltbach verlegen wird. Der Gemeinderat hatte die Vorlage zur Annahme empfohlen. Die Stimmberechtigten folgten dem Antrag klar. 3252 Ja-Stimmen standen 1296 Nein gegenüber, das entspricht einem Ja-Stimmen-Anteil von 71,4 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,5 Prozent.
Ebenfalls Ja sagte das Stimmvolk der Gemeinde Schwyz zum Kompetenzreglement Zeughausareal, dies mit einem Ja-Anteil von knapp 72 Prozent. Auch hier kann der Gemeinderat also weiter planen.
Am Standort Kaltbach entsteht ein moderner Neubau, welcher neben der Kantonsverwaltung auch eine gemeinsame Einsatzleitzentrale der Kantonspolizeien von Schwyz und Zug sowie der Hauptpolizeiposten Schwyz umfasst. Und jetzt kommt definitiv auch die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz an diesen Standort.
Im Neubau werden dereinst insgesamt rund 430 Arbeitsplätze der Verwaltung und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde sowie etwa 70 Arbeitsplätze der Kantonspolizei angesiedelt sein. Dabei handelt es sich aber nicht um neue, zusätzliche Arbeitsplätze, sondern um solche, welche von anderen bisherigen Standorten in den Kaltbach verlegt werden.
Der Kantonsrat hat 2021 mit deutlichem Mehr einer Ausgabenbewilligung in der Höhe von 4,85 Mio. Franken für die Projektierung des Verwaltungs- und Sicherheitszentrums Kaltbach zugestimmt. Aus einem anschliessend durchgeführten offenen, anonymen Projektwettbewerb ging das Projekt «Propeller» des Planerteams Sollberger Bögli Architekten AG, Biel, und Klötzli Friedli Landschaftsarchitekten AG, Bern, als Sieger hervor. Der Bezug des neuen Verwaltungszentrums wäre im Idealfall 2029 möglich. gh
Bericht mit Reaktionen am Montag im «Boten»

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