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Europameisterschaft in Küssnacht

Sportliche Kaninchen locken Publikum an

In Küssnacht wurde am Wochenende die Europameisterschaft im Kanin Hop ausgerichtet. Kaninchen aus Schweden, Tschechien, Deutschland, der Slowakei und der Schweiz waren am Start.
Die Schiedsrichter kontrollierten die Einhaltung des Wettkampfreglements strikte.
Bild: Stefanie Henggeler
Mit Anlauf übers Hindernis.
Bild: Stefanie Henggeler
Voller Elan fliegt dieser Hopper geradezu über die Hürden.
Bild: Stefanie Henggeler
Die Führleine muss mindestens 2 Meter lang sein, das Kaninchen darf nie an der Leine gezogen oder gar hochgehoben werden.
Bild: Stefanie Henggeler
Kaninchen springen nur, wenn sie Freude daran haben.
Bild: Stefanie Henggeler
Wenn ein Tier ein Hindernis verweigert, muss es sanft an die entsprechende Absprungposition zurückgeführt werden. Bei deutlicher Unlust des Kaninchens oder grobem Umgang des Halters erfolgt eine Disqualifikation.
Bild: Stefanie Henggeler
Tier und Mensch bilden ein Team – das war auch zwischen den Wettkämpfen ersichtlich, es wurde viel geknuddelt.
Bild: Stefanie Henggeler

«Die Freiheit des Kaninchens liegt nicht darin, dass es tun kann, was es will. Sondern darin, dass es nicht tun muss, was es nicht will.» Dieser Leitsatz ist das Motto der Sportart Kanin Hop. Sie entstand vor über 60 Jahren in Schweden und ist 2008 in der Schweiz angekommen.

In der Disziplin «Gerade Bahn, Elite» müssen 12 bis 16 Hindernisse mit mindestens 37 cm bis maximal 50 cm Höhe übersprungen werden.
Bild: Stefanie Henggeler

Die 9. Europameisterschaft wurde durch die Schweiz organisiert, und da die Präsidentin von Kanin Hop Schweiz, Regula Schweizer, aus Küssnacht stammt, lag die Ebnet-Halle als Austragungsort nahe. Ihr Mann Jules Schweizer amtete als Präsident des neunköpfigen Turnier-OKs. Immer wieder kamen neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer vorbei, die sich in den Bann der flauschigen Vierbeiner ziehen liessen und bei den Wettkämpfen mitfieberten.

Hoch hinaus schon beim Einwärmen.
Bild: Stefanie Henggeler

Klares Wettkampfreglement

Kanin Hop heisst nicht, ein Kaninchen anzuleinen und über die Hindernisse zu treiben. Ein Kaninchen springt nur aus Freude und Spass, und das Vertrauensverhältnis zwischen Tier und Mensch sowie das Tierwohl stehen jederzeit im Vordergrund. Es braucht Zeit, Verständnis und Geduld, bis die Langohren gezielt springen. Dabei trägt das Kaninchen ein Brustgeschirr und wird an einer mindestens zwei Meter langen Leine locker geführt. Die Wettkämpfe sind klar reglementiert. So darf beispielsweise nur mit den Händen «gelenkt» werden, das Tier muss sich aus eigenem Willen über die Bahn bewegen. Es muss zudem bei «Turnierlaufbahnbeginn» mindestens sechs Monate alt und gesund sein. Dann startet es zuerst in der leichten Klasse. Dort werden auf einer Länge von 25 Metern 8 bis 12 Hindernisse bis 28 cm Höhe absolviert, inklusive Weitsprung von bis zu 30 cm. Bei der höchsten Klasse, der Elite, sind es dann 12 bis 16 Hindernisse auf 50 Metern, die bis zu 50 cm hoch sind, und der Weitsprung ist bis 70 cm. Bei der Hochsprungdisziplin wird wie beim Menschen die Latte immer höher gelegt, beginnend bei 40 cm. Der Schweizer Rekord liegt bei 85 cm, ein tschechisches Kaninchen hält den Weltrekord bei 107 cm. Beim Weitsprung hat es ein schwedischer Hopper auf unglaubliche 301 cm geschafft, der Schweizer Rekord liegt bei 155 cm.

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