Kanton

Sozialpreis 2026 geht an Mahlzeitendienst Schwyz

Diese Dienstleistung wird seit 40 Jahren in den Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Morschach angeboten.
Seit 40 Jahren liefert der Mahlzeitendienst.
Bild: zvg

Die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Schwyz (GGS) vergibt jedes Jahr einen Sozialpreis. 2001 ist damit begonnen worden, seither durften 25 Organisationen, Vereine und Einzelpersonen diese in der Regel mit 5000 Franken dotierte Auszeichnung entgegennehmen. Das Kriterium für die Vergabe ist seit Beginn, dass die Dekorierten ihre Arbeit ehrenamtlich und im öffentlichen Interesse erbringen müssen.

Mehr als 16’000 Mahlzeiten geliefert

Dieses Jahr geht der Sozialpreis an den Mahlzeitendienst der Gemeinden Schwyz, Ingenbohl und Morschach. Diese sehr geschätzte Serviceleistung ist 1986 ins Leben gerufen worden und erfreut sich bester Nachfrage. Derzeit nutzen mehr als 120 Personen dieses Angebot, wonach mehrmals während der Woche – ausgenommen am Wochenende – Menüs direkt nach Hause geliefert werden. Die Herstellung der mehr als 16’000 Essensportionen pro Jahr erfolgt durch das Küchenteam des Spitals Schwyz, die Verteilung erfolgt über mehr als 40 Fahrerinnen und Fahrer, die ehrenamtlich tätig sind. Der Mahlzeitendienst garantiert einerseits eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, aber ebenso auch soziale Kontakte. Genutzt wird der Mahlzeitendienst vorwiegend von betagten Personen, die noch im privaten Haushalt wohnen.

Weihnachtsaktion wurde beibehalten

Die GGS springt mit Unterstützung jeweils dort ein, wo unkompliziert, unbürokratisch, schnell, gezielt und direkt gehandelt werden muss. Letztes Jahr sind 121 Gesuche eingegangen, von denen nur 17 abgelehnt werden mussten. Für diese Einzelhilfe wurden rund 11’0000 Franken ausgegeben. Weitere 27’000 Franken gingen als Aus- und Weiterbildungsbeiträge an Gesuchsteller, mit rund 10’000 Franken wurden Projekte unterstützt. Ebenfalls hat die GGS wiederum sieben Ferienpassorganisationen im Kanton unterstützt, mit einem Fünfliber pro Kind oder gesamthaft fast 18’000 Franken. Weitergeführt wurde auch die im Pandemiejahr 2020 lancierte Weihnachtsaktion. Diese spontane Unterstützung für von Armut betroffene Personen bestand letztes Jahr in 244 Gutscheinen im Wert von je 100 Franken. Das mag im Einzelfall nicht nach viel klingen, habe aber erfahrungsgemäss «grosses Weihnachtsglück verbreitet», wie GGS-Präsident Beat Jenni, Lachen, in seinem Jahresbericht festhält.

Geschäftsstelle neu organisiert

Vor einem Jahr hat Brigitte Kälin-Mettler, Rickenbach, die Leitung der Geschäftsstelle an Ernst Lüthy, Steinen, abgetreten. Damit ist auch die Geschäftsstelle als eigenständiges Vereinsorgan neu installiert worden. Dementsprechend wird die GGS eine Statutenanpassung vornehmen müssen. In diesem neuen Paragrafen wird festgehalten, dass die Führung der Geschäfte, gerade was Gesuche und Finanzen angeht, vom Vorstand an eine Geschäftsstelle übertragen wird. Die Details dazu werden in einem Reglement festgehalten. Die Revision der Statuten sieht auch vor, dass virtuelle Sitzungen abgehalten, weitere Ressorts festgelegt und Arbeitsgruppen gebildet werden können.

Der Generalversammlung wird übrigens auch beantragt, den Mitgliederbeitrag – wie schon längst fällig – von den geradezu symbolischen 10 auf neu 40 Franken zu erhöhen.

Finanziell steht die GGS nach wie vor blendend da. Die Betriebsrechnung schloss zwar mit einem Verlust von 168'000 Franken ab, der jedoch auf einen Einbruch im Wertschriftengewinn zurückzuführen ist. Das ungebundene Vermögen beträgt aber weiterhin 2,2 Millionen Franken. Das durch eine Stiftung gebundene Vermögen bilanziert sogar mit 4,6 Millionen Franken, rund 60'000 Franken besser als im Vorjahr.

Mehr aus dieser Gemeinde
Kommentare (0)