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Stoos

So läuft eine Rettung aus der Standseilbahn

Spannender Clip der Stoosbahnen. In einer Übung spielt man den Notfall durch: Eine Bergungsaktion im Tunnel.
Vorsichtig ging es durch den Tunnel talwärts.
Bild: Instagram

Als steilste Standseilbahn der Welt hat sich die neue Stoosbahn einen Namen geschaffen. Die Bahn bringt aber auch spezielle Herausforderungen für die Rettungskräfte mit sich. Wie die Stoosbahnen auf Instagram schreiben, habe man Anfang Monat eine gesetzlich vorgeschriebene Bergungsübung durchgeführt.

Der ganze Ablauf wurde durchgespielt. Unter anderem brachte man in einem der beiden Tunnels einen supponiert gelähmten Patienten in Sicherheit. Die Stoosbahnen schreiben zu ihrem Insta-Clip: «Zuerst werden alle Passagiere sorgfältig über den Ablauf der Bergung informiert und mit der Rettungsausrüstung gesichert. Dann erfolgt die Bergung der Passagiere aus der Bahn.»

Die Stoosbahn ist ein bauliches Wunderwerk. Die 1547 Meter lange und vollständig geradlinig verlaufende Strecke überquert unmittelbar nach Verlassen der Talstation die Muota auf einer 90 m langen Brücke. Während diese nur leicht geneigt ist, nimmt die Steigung anschliessend rasch zu und erreicht beim Südportal des Zingelfluhtunnels (245 m) das Maximum von 1100 Promille (entspricht 47,73°). Dieses wird bis zur Mitte des nachfolgenden Tunnels Ober Zingeli (80 m) beibehalten. Auf Wikipedia heisst es dazu: «Nach 685 Metern befindet sich auf 1091 m ü. M. die Ausweichstelle. Im Stoosfluhtunnel (223 m), der das ehemalige öffentliche Schwimmbad am Nordrand des Stooser Hochplateaus unterquert, flacht die Strecke deutlich ab.» Anschliessend beträgt die Neigung noch 90 bis 190 ‰, die Strecke verläuft kurz vor dem Streckenende eben. Bergungsaktionen, wie sie soeben beübt worden sind, sind vor allem im steilen Abschnitt eine logistische Herausforderung.

Die Bergstation auf 1306 m ü. M. befindet sich neben dem Hotel Klingenstock und bietet damit einen direkteren Zugang zum angrenzenden Wintersportgebiet als die frühere Drahtseilbahn. Wegen der waagerecht liegenden Gleise in beiden Endstationen musste die Anlage mit einem zusätzlichen Unterseil ausgerüstet werden.

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