Am Samstagvormittag ist es auf der Talabfahrt Laucheren im Hoch-Ybrig zu einem schweren Schneesport-Unfall gekommen. In einer Medienmitteilung der Schwyzer Polizei heisst es: «Ein 26-jähriger Snowboarder stürzte kurz vor 11 Uhr aus bislang ungeklärten Gründen und zog sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen zu.»
Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort flog die Rega den Verletzten gemäss Angaben der Kapo in eine ausserkantonale Spezialklinik. Die Umstände des Unfalls werden durch die Kantonspolizei Schwyz abgeklärt.
Stürze beim Snowboarden führen aufgrund der spezifischen Bewegungsabläufe und der festen Bindung beider Füsse auf einem Brett zu charakteristischen Verletzungsmustern. Zu den schwerwiegendsten medizinischen Notfällen gehören schwere Schädel-Hirn-Traumata, die trotz des Tragens von Helmen bei Hochgeschwindigkeitskollisionen oder harten Aufprallen auf Eis auftreten können. Solche Verletzungen können bleibende neurologische Schäden zur Folge haben.
Ein weiteres kritisches Szenario betrifft die Wirbelsäule. Brüche der Wirbelkörper oder Verletzungen des Rückenmarks resultieren häufig aus unkontrollierten Landungen nach Sprüngen oder Stürzen auf den Rücken und das Gesäss, was im schlimmsten Fall zu Lähmungserscheinungen führen kann. Da die Füsse fest fixiert sind, wirken bei Stürzen zudem enorme Hebelkräfte auf den Oberkörper und die inneren Organe. Stumpfe Bauchtraumata mit Rissen an Milz oder Leber sowie schwere Lungenverletzungen durch Rippenbrüche zählen zu den lebensbedrohlichen inneren Verletzungen.
Im Bereich der Extremitäten sind komplizierte Trümmerbrüche des Beckens oder der Oberschenkelknochen besonders schwerwiegend, da sie oft mit massiven inneren Blutungen einhergehen. Während Handgelenksbrüche statistisch am häufigsten vorkommen, stellen diese zwar schmerzhafte und langwierige Verletzungen dar, sind jedoch im Vergleich zu den axialen Verletzungen an Kopf und Torso meist nicht lebensgefährlich. gh


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