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Seewen

Skandale an GV der Nüssler-Rott veröffentlicht

Präsident tappt im Dunkeln – Bänkliabig-Präsident crasht Versammlung – 79 Rappen wurden unterschlagen – neues Ehrenmitglied wohnt in Lauerz.
René Inderbitzin, Präsident des Brunner Bänkliabigs, crashte die Generalversammlung.
Bild: Stefanie Henggeler
Der Vorstand der Nüssler-Rott Seewen mit Ehrenmitglied und Revisor.
Bild: Stefanie Henggeler
Showeinlage von Negus Roger, der Entblösste, zugunsten des Frisuren-Wettbewerbs.
Bild: Stefanie Henggeler
Die Gastdelegationen überbrachten nebst Grussworten auch Geschenke.
Bild: Stefanie Henggeler

Die 14. Generalversammlung der Nüssler-Rott Seewen vom Freitagabend im Fab’s Diner hatte es in sich: Nicht nur, dass kräftig gefeiert wurde, es kamen auch Skandale zutage, die die 83 Teilnehmenden, bestehend aus Mitgliedern und Delegationen und praktisch allesamt mottogerecht im Rockabilly-Style gekleidet, mit viel Applaus, «Bravo»-Rufen sowie Trink- und anderen Sprüchen feierten.

Gleich zu Beginn wurde klar: Präsident Remo Christen tappt im Dunkeln! Dies war jedoch glücklicherweise nur den Lichtverhältnissen im Lokal geschuldet – die Fasnacht 2025 war ein voller Erfolg mit zahlreichem Publikum und vielen Teilnehmenden, und das Traktandum Jahresprogramm 2026 verspricht eine närrische Zeit in den kommenden Tagen. Einstimmig wurde dem Antrag zugestimmt, die letztes Jahr ausgesprochene Beitragserhöhung auf 2027 zu verschieben. Der Vorstand erhält mit Sahra von Rickenbach Verstärkung, die Wiederwahlen waren genauso wie die Statutenänderung mit Umbenennung der Vorstandsämtli Formsache.

Hilfsbereite Versammlung: Präsident Remo Christen (am Mikrofon) wurde nicht im Dunkeln stehen gelassen.
Bild: Stefanie Henggeler

Die Revisoren haben das Wort

Geschuldet war die 150-minütige GV-Länge nicht Kassier Dominic Metthez. Er brauchte nur eine Minute, um den Gewinn von 1327 Franken zu präsentieren. Der Revisor war da etwas ausführlicher. Er präsentierte diverse Beweisstücke, dass die erstellte Inventarliste vielleicht nicht ganz den Tatsachen entspräche. Empörend fand er auch, dass unter anderem bei einem Einkauf zulasten Spesenabrechnung zwar der private Schoggidrink abgezogen wurde, jedoch auf der Cumuluskarte gleich zweifache Punkte resultierten und somit eigentlich 79 Rappen der Kasse zugutekämen, während er das ausgegebene Trinkgeld von 20 Franken sogleich in bar retourvergütete.

Wer einen humoristisch-akribischen Revisor sucht, der wende sich an die Nüssler-Rott Seewen.
Bild: Stefanie Henggeler

Eine spontane Sammelaktion an diesem Abend ergab 626.75 Franken, 1 Zigarre, 17 Probons, 1 Negus-Plakette und 1 Quarter US-Dollar zugunsten des Budgets 2027, das einen kleineren, verschmerzbaren Verlust ausweist.

Eingefleischter Fasnächtler als Ehrenmitglied

Unterbrochen wurde die GV vom Brunner Bänkliabig-Präsidenten René Inderbitzin, der schnitzelbänkisch den Vorstand und ein paar Negusse gehörig auf die Schippe nahm. Ein weiteres Highlight war die Ernennung des siebten Ehrenmitglieds. Als Seebner Fasnächtler mit viel Herzblut und einem riesigen Engagement erhielt Markus «Mulei» Müller diesen Titel, «auch wenn er in Lauerz wohnt». Er nahm die Auszeichnung gerührt entgegen – nie habe er damit gerechnet und freue sich extrem. Er lässt an dieser Stelle den Verantwortlichen für die Verlängerung beider Bahnhofsunterführungen danken, sodass im Tunnel länger genüsslet werden kann.

Präsident Remo Christen mit dem neuen Ehrenmitglied Markus «Mulei» Müller.
Bild: Stefanie Henggeler

Abschliessend sei noch die Forderung der Negusgesellschaft erwähnt, die mit tosendem Applaus unterstützt wurde: «Eine Verschönerung des Bahnhofes wäre vor allem, wenn der Bahnhof in ‹Seewen› umbenannt werden würde!»

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