Das Schwyzerland erlebte 2025 ein aussergewöhnliches Wetterjahr: An 162 von 365 Tagen fielen teilweise riesige Mengen Niederschlag, dazu kamen markante Kälte- und Hitzephasen.
Die Messstation in Steinen registrierte im Juli 222 Millimeter und im September 210,2 Millimeter Niederschlag – Werte, wie sie nur selten vorkommen. Dem gegenüber standen regenarme Monate wie der Februar mit 31,2 Millimetern und der Dezember mit bisher 16,2 Millimetern Niederschlag. Insgesamt wurden an 162 Tagen 1290 Millimeter Regen oder Schnee gemessen, was die Wetterkapriolen des Jahres eindrücklich unterstreicht.
Kälte, Nebel, Hitze und Tropennächte
2025 brachte bisher 19 Eistage mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, darunter sechs sogenannte Mini-Eistage vom 23. bis und mit 29. Dezember. Der kälteste Tag des Jahres fällt auf den Dezember mit minus 6,6 Grad, während die Höchsttemperatur bereits im Juni mit 31,6 Grad erreicht wurde. Von Juni bis Mitte August wurden 15 Hitzetage sowie 15 Tropennächte verzeichnet; den Rekord hält jedoch nach wie vor das Jahr 2003 mit 28 Hitzetagen über 30 Grad.
Wenig erfreut war die Talbevölkerung, die im November und Dezember wochenweise unter Nebel und Hochnebel litt und sich vergeblich nach weissen Weihnachten sehnte, nachdem der Schnee bereits im November kurz vorbeigeschaut hatte.
Trotz allem viertwärmstes Schweizer Jahr
Meteo Schweiz stuft 2025 als eines der wärmsten Jahre seit Messbeginn 1864 ein, auch wenn die Jahresmitteltemperatur die Rekordwerte der Jahre 2022 bis 2024 knapp verfehlt. Das landesweite Jahresmittel lag per 17. Dezember bei 7,0 Grad und damit momentan 1,2 Grad über der Klimanorm 1991–2020.
Für das kommende Jahr hoffen die Meteorologen in wenigen Tagen auf einen «richtigen» Winter – ganz im Sinne der Bauernregel: «Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.»




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