Landwirtschaft

Schwyzer Viehzuchtelite buhlt um die Missen-Kronen

Sobald auf den Schwyzer Alpen Stille einkehrt, beginnt für die Viehzüchter die aufregendste Zeit des Jahres: die Gemeindeviehschauen und Bezirksausstellungen.

Herbstzeit ist Viehschauzeit. Auf den Plätzen und Ausstellungsarealen im Schwyzerland versammeln sich schon bald unzählige prächtige Tiere. In den Ställen und auf den Höfen steigt die Spannung vor den anstehenden Präsentationen. Welcher Zuchtbetrieb präsentiert heuer das imposanteste Prachtexemplar?

Und so heisst es schon in wenigen Tagen: Vorhang auf für das grosse Spektakel der Schwyzer Zuchtjuwelen. Sobald die Sommerhitze auf den Bergen verfliegt und Stille auf den Alpen einkehrt, wächst unter den Schwyzer Landwirten und Züchtern die Vorfreude auf ein ganz besonderes Glanzlicht: die lokalen Viehschauen und Bezirksausstellungen. Wenn die prächtig herausgeputzten Herden vom Berg zurückkehren, laufen bei den Zuchtexperten bereits die Vorbereitungen für die Wahl der absoluten Schönheitsköniginnen. Wer stellt dieses Jahr das makelloseste Tier? Diese Entscheidung fällt hautnah in den Ringen der Gemeinde- und Bezirksausstellungen in den kommenden Wochen.

Beachtliche Auffuhrzahlen im Vorjahr

Auch heuer darf man wieder mit einer grossartigen Auffuhr rechnen. Die Vorjahresstatistiken zeugen von beeindruckender Resonanz. Über alle Schauen im inneren Kantonsteil und in Einsiedeln hinweg präsentierten die Höfe stolze 4235 Tiere. Da manche Tiere sowohl auf Gemeinde- als auch auf Bezirksebene brillierten, lag die effektiv gezählte Tierzahl bei über 3000 Exemplaren. Allein die Bezirksausstellungen im inneren Kantonsteil und Einsiedeln vereinten 2114 Rinder, Kühe und Stiere sowie 141 Ziegen. Auf den Gemeindeschauen in Muotathal, Unteriberg, Rothenthurm und Sattel buhlten 1293 Tiere um Noten. Ergänzt wurde die Pracht durch 687 Tiere bei der Schwyzer Kleinviehausstellung.

Hoher Wirtschaftsfaktor für Züchter

Diese herbstlichen Treffen verknüpfen traditionelle Zuchterfolge mit starker Wirtschaftskraft und bleiben der zentrale Treffpunkt für die gesamte Landwirtschaft. An zwei Orten sind die Veranstalter auf frisches Terrain ausgewichen. In Schwyz zwangen verkehrstechnische Gründe zum Handeln. Der Treffpunkt zog letztes Jahr vom Feldli in die Hirschi um – eine Entscheidung, die sich trotz widrigster Regenverhältnisse und aufgeweichten, morastigen Bodens bewährte. Ebenfalls eine Standortänderung erlebt Küssnacht im Turnus mit Arth: Statt auf der Chaspersmatte präsentierten sich die Tiere im Ebnet direkt beim Ökihof. Dieses Jahr liegt der Reigen bei Arth (Standort Oberarth).

Die begehrten Kronen werden in ganz unterschiedlichen Kategorien vergeben. Neben dem Gesamtsieg und den Miss-Wahlen stehen das Euterbild, traditionelle Rassen sowie die Zuchtlinien im Rampenlicht. Der Startschuss fällt am Freitag, 18. September, mit der Auftaktveranstaltung in Unteriberg.

Doch der Anlass bedeutet den Höfen weit mehr als blosse Show. Die Schauen fungieren als zentrale Drehscheibe für den Zuchtviehhandel. Von geschulten Augen bewertet, steigern Auszeichnungen den Marktwert von Mutterkühen, Jungvieh und Kleintieren beträchtlich. Für Käufer wie Verkäufer ist es die ideale Gelegenheit, Zuchterfolge vorzuführen oder den eigenen Bestand gezielt zu verstärken.

Die Termine im Überblick

·       Unteriberg (Viehschau): 18. September

·       Rothenthurm (Viehschau): 21. September

·       Muotathal (Viehschau): 24. September

·       Schwyz (Gemeinde- und Bezirksausstellung): 28. September

·       Einsiedeln (Viehschau und Kleinviehausstellung): 29. September

·       March, Galgenen (Bezirksausstellung): 30. September

·       Arth (Bezirksausstellung Küssnacht/Arth): 1. Oktober

·       Höfe, Schindellegi (Bezirksausstellung): 2. Oktober

·       Siebnen und Unteriberg (Kleinviehausstellungen): 7. Oktober

·       Schwyz (Kleinviehausstellung): 12. Oktober

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