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Küssnacht

Schwyzer Polizei schnappt Schmuckdieb

Mit wertvollen Ringen in den Händen flüchtete ein 29-Jähriger aus einem Schmuckladen in Küssnacht. Weit kam er nicht. Noch im Dorf klickten die Handschellen.

Am vergangenen Freitag betrat ein Mann kurz nach 15 Uhr ein Schmuckgeschäft in Küssnacht. Er liess sich vom Verkaufspersonal diverse Schmuckstücke zeigen. «In einem unbeaufsichtigten Moment entwendete der Mann mehrere Fingerringe und flüchtete aus dem Geschäft», heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz vom Montag.

Dank der rasch eingeleiteten Fahndung konnte der Verdächtige kurze Zeit später von Polizisten der Kantonspolizei Schwyz in Küssnacht angehalten und festgenommen werden. «Beim mutmasslichen Täter handelt es sich um einen 29-jährigen Slowaken», so die Kapo weiter, «der Mann befindet sich zurzeit in Haft.» Es wurde bei ihm auch Diebesgut sichergestellt.  

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz sowie der Kantonspolizei Schwyz sind im Gang. Dabei wird auch abgeklärt, ob der Tatverdächtige für weitere Delikte verantwortlich ist.

Ermittlungsmittel sind zunächst die Einvernahme der beschuldigten Person selbst und anderer Zeugen oder Geschädigten, um den Tathergang, die Modus Operandi und allfällige Mittäter festzustellen. Da es sich um Diebstahl handelt, sind auch erkennungsdienstliche Massnahmen zentral, wie die Abnahme von Fingerabdrücken und die Erstellung eines DNA-Profils, falls dies für die Abklärung weiterer Taten relevant erscheint und eine entsprechende Anordnung vorliegt.

Zur Feststellung von Serientaten werden polizeiliche Informationssysteme abgefragt und analysiert. Hierbei spielt auf nationaler Ebene das automatisierte Polizeifahndungssystem RIPOL eine wesentliche Rolle. RIPOL dient der Personen- und Sachfahndung und kann Hinweise auf zur Fahndung ausgeschriebene Personen oder gestohlene Gegenstände liefern. Gerade bei Schmuckdiebstählen, wo die Beute oft weiterveräussert wird, ist die Abfrage von Sachfahndungen wichtig.

Weiterhin werden die kantonalen und überregionalen polizeilichen Falldaten überprüft, um Parallelen im Tathergang, im Tatortmuster, der verwendeten Werkzeuge oder der Beute zu bereits registrierten, noch ungeklärten Delikten zu finden. Das Ziel ist hierbei, eine mögliche Serie von Vermögensdelikten wie Einbrüchen oder Diebstählen aufzuklären. Bei der Auswertung dieser Falldaten und allfälligen biometrischen Spuren kommen die nationalen Datenbanken des Bundesamtes für Polizei (fedpol) zum Einsatz. Dazu gehören das AFIS (Automatisches Fingerabdruck-Identifikations-System) für Fingerabdrücke und die DNA-Datenbank CODIS (Combined DNA Index System) für DNA-Profile. Diese Systeme ermöglichen den Abgleich der beim mutmasslichen Dieb festgestellten Merkmale mit den in der ganzen Schweiz erfassten Spuren von Tatorten. gh

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