Rothenthurm

Schwyzer Polizei nimmt Autodieb auf der Flucht fest

Bei einem Einbruch in ein Autohaus im Kanton Zürich haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag vier Luxusautos entwendet. Einer der mutmasslichen Täter konnte nach seiner Flucht in Rothenthurm gefasst werden.

In der Nacht auf Dienstag, kurz nach 00.30 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich die Meldung über einen Einbruch in ein Autohaus in Wetzikon ein. Nach ersten Erkenntnissen verschafften sich vier französisch sprechende Personen Zutritt zum Gebäude und entwendeten vier hochpreisige Personenwagen.

Die Zürcher Polizei teilt mit: «Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnte eines der Fahrzeuge lokalisiert werden. Der Audi verunfallte in Ottikon. Der Lenker, ein noch nicht identifizierter französisch sprechender junger Mann, konnte vor Ort verhaftet werden.»

Ein weiterer entwendeter Personenwagen, ein weisser Porsche, verunfallte in Herschmettlen, setzte seine Fahrt jedoch fort. Das Fahrzeug wurde kurze Zeit später verlassen beim Bahnhof Bubikon aufgefunden. Die lenkende Person ist laut Polizeiangaben flüchtig.

Die beiden weiteren Fahrzeuge flüchteten über Rapperswil-Jona und den Seedamm. Ein schwarzer Porsche verunfallte später auf der Autobahn A3 im Bereich Horgen. Die lenkende Person ist geflüchtet. Ein silberfarbener Mercedes-Benz verunfallte im Gebiet Rothenthurm. Der Lenker flüchtete, konnte aber später verhaftet werden. Seine Identität ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Unfallaufnahme und Rapporterstattung in Rothenthurm erfolgten durch die Kantonspolizei Schwyz.

Die Kantonspolizei Zürich hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese werden in Zusammenarbeit mit der Kapo Schwyz, dem Forensischen Institut Zürich (FOR) und der zuständigen Staatsanwaltschaft geführt. Die beiden verhafteten Männer wurden nach den polizeilichen Befragungen der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Das Forensische Institut Zürich übernimmt in einem solchen Kriminalfall die gesamte wissenschaftliche und technische Spurensicherung sowie deren Auswertung.

Am Tatort des Autohauses in Wetzikon wird das FOR Spuren des Einbruchs sichern. Dazu gehören die Dokumentation und Analyse von Einbruchs- und Werkzeugspuren an Türen oder Fenstern sowie die Sicherung von biologischen Spuren wie DNA und Fingerabdrücken, die die Täter beim Betreten der Räumlichkeiten oder beim Entwenden der Fahrzeugschlüssel hinterlassen haben könnten. Auch die Sicherung und forensische Aufbereitung allfälliger Videoüberwachungsdaten fällt in diesen Bereich.

Eine weitere zentrale Aufgabe besteht in der Spurensicherung an den sichergestellten und verunfallten Fahrzeugen. Bei den verlassenen oder verunfallten Autos sichern die Spezialisten DNA-Spuren und Fingerabdrücke an relevanten Stellen wie Lenkrädern, Schaltknäufen, Türgriffen, Gurten und den ausgelösten Airbags. Diese Spuren sind entscheidend, um den beiden noch flüchtigen Personen auf die Spur zu kommen oder den bereits festgenommenen Männern die konkrete Lenkerrolle bei den jeweiligen Fluchtfahrzeugen zweifelsfrei nachzuweisen.

Zusätzlich analysiert und vergleicht das FOR das gesicherte Material im Labor mit bestehenden Datenbanken zur Identifikation der noch nicht identifizierten Tatverdächtigen. Bei Bedarf können die Experten auch digitale Spuren aus den Bordcomputern der modernen Fahrzeuge auslesen oder technische Gutachten zum Unfallhergang erstellen, um den genauen Ablauf der Flucht und der Kollisionen gerichtsverwertbar zu rekonstruieren.

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