Die Forderung nach einer Brustkrebsvorsorge lehnte der Regierungsrat ursprünglich ab, bei der Darmkrebsvorsorge zeigt er sich nun offen. Er empfiehlt, das Postulat erheblich zu erklären, wie er in seiner Antwort auf den Vorstoss schrieb. Teilnehmende des Vorsorgeprogramms müssen nur den Selbstbehalt bezahlen, den Rest der Kosten tragen die obligatorischen Krankenversicherungen und der Kanton.
Die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache
Das Programm sieht für 50- bis 74-Jährige innerhalb von zehn Jahren eine Darmspiegelung oder höchstens fünf Stuhltests vor. Wie die Regierung vorrechnet, verursacht die Unterstützung des Vorsorgeprogramms während zehn Jahren administrative Kosten von insgesamt rund 3,7 Millionen Franken.
Den Krankenversicherungen entstehen geschätzte Kosten von rund 15,5 Millionen Franken, welche über Prämien finanziert werden, wobei sich der Kanton daran ebenfalls beteiligt. Aufgrund der bevorstehenden Reform der einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen per 1. Januar 2028 könnten die zu erwartenden Kosten jedoch nicht verlässlich geschätzt werden, schrieb die Regierung weiter.
Mehrere Kantone verfügen bereits über ein Darmkrebsvorsorgeprogramm, darunter auch Luzern und Uri. Im Kanton Schwyz ist Darmkrebs die vierthäufigste Krebsneuerkrankung und die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache, wie der Regierungsrat schrieb. (sda)

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