Konkret wird der Kanton das Gebäude mieten, erklärte Tünde Szalay, Vorsteherin des Schwyzer Amt für Migration, auf Anfrage des «Boten». Am Standort, bekannt als das ehemalige Barcarola, entstehen 60 bis 65 Plätze. Die Jugendlichen, die aktuell noch im Biberhof in Bennau und in Ibach wohnen, werden an den neuen Standort in Seewen umziehen. Wie das Amt für Migration festhält, bietet das Zentrum eine laut Behördenangaben ideale Infrastruktur: «Die neue Unterkunft ermöglicht eine bedarfsgerechte Unterbringung dieser Personengruppe und schafft zusätzliche Kapazitäten im kantonalen Unterbringungssystem.» Der Betrieb des heutigen Hotels Helvetia wird nächstens eingestellt.
Am neuen Standort ist eine durchgehende Betreuung an sieben Tagen in der Woche durch die Organisation ORS vorgesehen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern stehen Lernräume, Aufenthaltsbereiche und Platz für internen Unterricht zur Verfügung, zudem ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr optimal. Tagsüber besuchen die jungen Menschen Deutschkurse oder kantonale Integrationsklassen, um sich auf eine künftige Berufsausbildung vorzubereiten. Im Gegensatz zu Erwachsenen bleiben sie in der Regel bis zu ihrem Ausbildungsabschluss in den Strukturen des Kantons.
Weniger reguläre Asylbewerbende für Gemeinde Schwyz
Diese Umstrukturierung soll laut Mitteilung auch positive Folgen für die umliegenden Regionen haben. Die Standortgemeinde Schwyz profitiert von einer Kompensation bei den regulären Asylzuweisungen. Da die bisherigen Unterkünfte in Bennau und Ibach nun wieder für Erwachsene und Familien frei werden, steigt dort die Aufnahmekapazität, im Bennauer Biberhof beispielsweise von 40 auf etwa 70 Plätze.
Durch diese kantonale Erweiterung bleiben Personen aus dem Asylwesen länger in der Obhut des Kantons. Das Amt für Migration betont den Vorteil für die lokalen Stellen: «Dies entlastet die Gemeinden bei der Aufnahme und Unterbringung und gibt ihnen mehr Zeit, die notwendigen Kapazitäten zu planen und bereitzustellen.»



Kommentare
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Wer nach lauerz gehen will braucht keine hole gasse,der weg führt an asylzentren vorbei