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Muotathal

Raiffeisenbank trotzt Zinsumfeld: Kräftiges Anlagewachstum

Die Raiffeisenbank Muotathal blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz sinkender Leitzinsen und eines anspruchsvollen Marktumfelds konnte die Bank ihren Jahresgewinn steigern.
Die Raiffeisenbank Muotathal blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und wagt einen positiven Ausblick.
Bild: Nadine Annen

Im Reigen der Schwyzer Raiffeisenbanken präsentiert auch die Muotathaler Bank ihre Jahreszahlen. Dabei gibt es Positives zu berichten, wie aus dem Jahresbericht von Willy Gwerder, Präsident des Verwaltungsrates, und Bruno Betschart, Vorsitzender der Bankleitung, hervorgeht. Insbesondere das Vorsorge- und Anlagegeschäft sowie ein effizientes Kostenmanagement erwiesen sich als Wachstumstreiber.

«In einem wirtschaftlich volatilen Umfeld hat die Raiffeisenbank Muotathal Rückgrat bewiesen», sagt Willy Gwerder und zeigt sich mit den vorliegenden Zahlen zufrieden. Der nun präsentierte Geschäftsbericht für das Jahr 2025 weist einen Jahresgewinn von 327’514 Franken aus. Dies entspricht einer Steigerung von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verantwortlichen zeigen sich mit diesem Ergebnis, das trotz geopolitischer Unsicherheiten und tiefer Zinsen erzielt wurde, sehr zufrieden.

Markantes Wachstum bei den Ausleihungen

«Die Bilanzsumme der Bank widerspiegelt ein gesundes Vertrauen der lokalen Bevölkerung und Wirtschaft», hält Bruno Betschart zusammenfassend fest. Auf der Aktivseite legten die Hypothekarforderungen um 6,6 Millionen Franken zu, was einem Plus von 2,6 Prozent entspricht. Der Bestand beläuft sich per Ende 2025 auf 262,6 Millionen Franken.

Noch deutlicher war das Wachstum bei den Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden: Diese stiegen um markante 37,7 Prozent auf 22,7 Millionen Franken. Insgesamt erhöhten sich die Kundenausleihungen damit um 12,9 Millionen Franken.

Ein Highlight des Berichtsjahres ist die Entwicklung im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. In diesem Bereich konnte der Erfolg um über 20 Prozent auf 0,88 Millionen Franken gesteigert werden. Hauptverantwortlich dafür war der Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft. Das Depotvolumen der Kunden wuchs signifikant um 19,5 Prozent und knackte mit 101,5 Millionen Franken erstmals eine wichtige Marke. Auch die Kundeneinlagen auf der Passivseite stiegen leicht auf 300,7 Millionen Franken an.

Effizienzsteigerung nach Umbauphase

Dass der Gewinn trotz eines leicht rückläufigen Zinsertrags – bedingt durch die Leitzinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) – gesteigert werden konnte, liegt vor allem an der Kostenseite. Im Vorjahr hatten die Kosten für den Umbau der Bankräumlichkeiten das Ergebnis belastet. Durch den Wegfall dieser Sondereffekte sank der Geschäftsaufwand massiv um 18,7 Prozent auf 3,24 Millionen Franken.

Zwar stieg der Personalaufwand aufgrund von Neueinstellungen und Einlagen in die Arbeitgeberstiftung um 10,8 Prozent auf 2,02 Millionen Franken, doch der Sachaufwand konnte im Gegenzug fast halbiert werden (–43,7 Prozent). Dies führte zu einer deutlich verbesserten Cost-Income-Ratio von 71,4 Prozent nach 88,2 Prozent im Vorjahr.

Stabiles Fundament und optimistischer Ausblick

«Trotz des Wachstums bleibt die Bank ihrer vorsichtigen Risikopolitik treu», sagen Willy Gwerder und Bruno Betschart. Die Risikosituation wird als stabil bewertet. Für das laufende Jahr 2026 gibt sich die Raiffeisenbank Muotathal verhalten optimistisch. Obwohl der Druck auf die Zinsmarge bestehen bleibt, rechnet die Bank mit einem erneut soliden Ergebnis auf dem Niveau von 2025. Das indifferente Geschäft dürfte sich gemäss Prognosen weiterhin positiv entwickeln.

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