Wohnmobile sind fast immer grenzwertig schwer. Manchmal fahren die Camperfreunde überladen herum und sind sich dessen gar nicht bewusst. Und besonders wichtig zu wissen: Wer im Ausland zu schwer unterwegs ist, für den kann es bei einer Kontrolle richtig teuer werden. Politisch ist zumindest in der Schweiz Bewegung in die Sache gekommen. Womöglich wird die Gewichtslimite erhöht, von 3,5 Tonnen auf über 4 Tonnen.
Im Kanton Schwyz wird die Polizei aktiv und lädt ein zum kostenlosen Wiegen, eine Premiere. Es geht um eine entscheidende Frage: Wie schwer ist das Wohnmobil oder der Wohnwagen wirklich, mit allem dem Gepäck, Gasflaschen und Wassertanks? Wer auf Nummer sicher gehen will, dass sein rollendes Feriendomizil nicht überladen ist, kann dies an der Präventionsaktion «Camper Days» an zwei Tagen unkompliziert überprüfen lassen.
Mit dem Start in die Campingsaison wächst die Vorfreude auf Ferien mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil. Doch viele Camper sind sich nicht bewusst, wie schnell ihr beladenes Fahrzeug an die gesetzlich zulässige Gewichtsgrenze kommt – oder sie sogar überschreitet.
Der TCS macht auch mit
Um Besitzende von Reisemobilen für dieses Thema zu sensibilisieren, führt die Kantonspolizei Schwyz zusammen mit der TCS Sektion Schwyz erstmals die «Camper Days» durch. «Bei dieser Präventionsaktion können Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne ohne Voranmeldung auf einer Achslastwaage gewogen werden», schreibt die Kapo Schwyz in einer Mitteilung. Das Angebot zum freiwilligen Wiegen ist bewusst nicht mit Kontrollen oder Bussen verbunden. Es geht ausschliesslich um Aufklärung und Sicherheit. Die Veranstaltungen finden an zwei Orten statt, in Ingenbohl und Pfäffikon. Der Innerschwyzer Termin ist angesetzt auf Samstag, 28. Juni, 10 bis 14 Uhr, Werkhof A4 Gätzlistrasse 20, Ingenbohl.
Am Informationsstand vor Ort erhalten Interessierte von Fachpersonen der Polizei und der TCS Sektion Schwyz praktische Hinweise rund um das sichere Beladen, Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion und Reisen mit Freizeitfahrzeugen. Und die Kapo verspricht: «Für eine kostenlose Zwischenverpflegung ist gesorgt.» gh


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