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Asylzentrum Buosingen

Protest gegen das geplante Ausreisezentrum in Goldau

Vor den Toren des Campings Buosingen demonstrierten am Donnerstagabend bei garstigem Wetter um die 250 Personen gegen die Pläne für ein Bundesasylzentrum.

Die Kundgebung wurde begleitet von einem privaten Sicherheitsdienst und, auf Anfrage der Campingplatz-Verantwortlichen, von einem kleineren Polizeiaufgebot.

Kundgebung vor dem Campingplatz Buosingen

Auf der Wiese unmittelbar neben dem Camping-Areal traten Vertreter der SVP und ein Anwohner auf die Bühne und wehrten sich gegen die Pläne des Bundes, hier ein Ausschaffungszentrum für 170 Personen zu errichten. Die Kundgebung, die einstweilen den Charakter einer Wahlkampf-Veranstaltung hatte, endete mit der Verabschiedung einer Resolution, unterzeichnet von den drei Schwyzer SVP-Bundesparlamentariern.

Der ehemalige Präsident der Jungen SVP Schwyz, Samuel Lütolf, war der Erste, der das Mikrofon ergriff, er leitete durch die rund einstündige Veranstaltung. Er wies daraufhin, dass es eine friedliche Veranstaltung sein soll. Und so war es auch: Die Demonstration verlief friedlich und ohne Zwischenfälle. Als Redner traten dann der Reihe nach Roman Bürgi, Mattia Mettler (Präsident der Jungen SVP Kanton Schwyz), Marcel Dettling und zum Schluss Beat Odermatt, Besitzer der nahe gelegenen Hirschfarm, auf. Gemäss den Veranstaltern waren auch Politiker aus anderen Parteien eingeladen, aufzutreten. Doch niemand hatte zugesagt, wurde verlautet.

Die weiteren Redner betonten immer wieder, dass die Ängste der Bevölkerung ernst genommen werden müssten. Man brachte Beispiele von anderen Asylzentren, wo die Kriminalität aufgrund der Zentren in den Gemeinden angeblich zugenommen habe. Marcel Dettling, der designierte Präsident der SVP Schweiz, hatte auch eine mögliche Lösung parat, wo die Asylzentren hingehörten: «Nämlich in die Städte, dort wollen sie doch die Asylzen-tren. Und wir schicken ihnen gleich noch zwei Wölfe hinterher.» Der Oberiberger erntete Szenenapplaus.

Die Reden hatten allesamt etwas gemeinsam. Den eidgenössischen Pathos: Die Habsburger hätten sich an den Schwyzern schon einmal die Zähne ausgebissen. Auch dieses Mal würden sich die Schwyzer wehren, hiess es. Auch der Schwyzer Hausberg, der Mythen, soll symbolisch für den Widerstand der Schwyzer stehen.
Am Ende wurde eine Resolution verfasst, die sich an den Bundesrat, die Parlamentarier des Kantons Schwyz, die Schwyzer Regierungsräte und die Gemeinderäte von Arth richtet. Gemeinsam wolle man sich gegen den Bau des Bundesasylzentrums wehren. gh/r

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